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The Grampians

Ich hatte 4,5 Tage ich Melbourne, da ich neben der GOR-TOur noch eine nach Phillip Island buchen wollte. Dort leben hunderte Pinguine und man kann ihnen abends zuschauen, wie sie  vom Meer an Land kommen. Da die Insel anscheinend (ich weiß es jetzt natürlich allerdings nicht besser) sonst nicht viel zu bieten hat, habe ich mich umentschieden. Pinguine hatte ich schon auf Kangaroo Island, und zwar hautnah und nicht von einer Tribüne aus, auf der man keine Fotos machen darf.

Stattdessen habe ich mich für eine Tour zu den Grampians entschieden. Die Grampians sind Gebirge und Wälder und zu vergleichen mit den Blue Mountains von Sydney. Auch diese Tour hat sich wirklich gelohnt, aber eher, weil wir unheimlich viel Spaß hatten. Aufgrund des tollen Wetters, was sich natürlich pünktlich wieder verschlechtert hatte, haben wir nämlich nicht allzu viel gesehen. Es hat sogar noch mehr geregnet als zwei Tage zuvor. So sehr, dass wir an manchen Sehenswürdigkeiten gar nicht erst aus dem Bus ausgestiegen sind.

So haben wir via “Drive through” ein interessantes Gefängnis gesehen, in dem früher wohl nur Geisteskranke untergebracht wurden. Nach einem gemeinsamen Frühstück in einem langweiligen Kaff fuhren wir vorbei an einer Art Goldgräberstätte. Naja, eigentlich war es nur ein kleiner Fleck im Wald, an dem wohl immer mal wieder noch Gold gefunden wird. Vor wenigen Jahren war sogar ein Tourist fündig geworden! Aber wie gesagt, bei dem Regen wollte keiner aussteigen.

Bevor wir in die Berge fuhren, haben wir ein Aboriginal Cultural Centre oder sowas in der Art besucht. Dort konnte man sich mal wieder über die Kultur und Geschichte der Aboriginees informieren. Souvenirs gab es auch und so habe ich meinen ersten Boomerang gekauft(weil ich dachte, hier muss er ja von einem Aborigine selbst gemacht worden sein…naja, leider war auch dieses „Unikat“ später in hundertfacher Ausfertigung in anderen Touristenläden zu finden).

Anschließend sind wir zu einem schönen Aussichtspunkt gefahren, von dem aus man bei schönem Wetter wohl atemberaubende Landschaften sehen kann. Theoretisch. Früher als Kind wollte ich immer wissen, wie es ist, in einer Wolke zu sein. Spätestens an diesem Tag wusste ich es! Statt wunderschöner Landschaften bot sich uns ein Anblick weißer Wolkenpracht. Naja, dicke Wolkenwand trifft es schon eher. Wir haben teilweise ungelogen nur weiß gesehen.

Aber wie gesagt, wir waren eine lustige Truppe. Wir sollten uns einzeln per Mikro vorstellen und einen typischen Gegenstand unseres Landes mit einem Marker an unsere Fensterscheibe malen. Ich habe ein Bier gemalt.

Nächster Stop war ein großer Wasserfall, zu dem gefühlte 1000 Treppenstufen hinunter- und wieder hinaufführen. Der McKenzie Fall war sehenswert. Wir haben gute Fotos machen könnnen; einige sind sogar auf einem riesigen Steinbrocken geklettert, um die besten Motive zu bekommen.

Auf der Rückfahrt kam der Tourguide ganz schön „in Fahrt“. Er hat uns Quizfragen über Australien gestellt und herumgeblödelt mit den beiden Mädels aus Israel. Später erzählte er mir wohl jede Kleinigkeit aus seinem Privatleben. Armer Kerl, hat sonst niemanden.

Abends angekommen, wollte ich nur zu gerne noch etwas unternehmen. Ganz Melbourne schien auf der Straße zu sein, feiern und was trinken zu gehen. Das war einer der wenigen Momente, wo ich es schade fand, alleine zu reisen. Leider war die Holländerin aus meinem Zimmer an diesem Abend nicht im Hostel, sie wäre meine Rettung gewesen. Aber gut, es war ja auch eh zu kalt und zu nass draußen!

Am letzten Tag (Samstag) war mein Abflugtag. Ich hatte aber noch etwas Zeit, da der Flug erst am Nachmittag war. Also war ich kurz auf der Shopping Meile und habe in der Nähe bei McDoof gegessen (man kann dort an einem „self-service Kiosk“ bestellen). Dann bin ich noch einmal zum Queen Victoria Market gelaufen und habe noch so 2-3 kleine Souvenirs gekauft. Dieser Markt ist zu vergleichen mit dem Paddy’s Market von Sydney. Als ich damit fertig war, wusste ich endgültig nicht mehr, was ich noch machen sollte. Irgendwann bin ich einfach zurück zum Hostel gefahren, habe meine Koffer geholt und bin viel zu früh mit dem Bus zum Flughafen gefahren. Ich hatte Qantas gebucht und da gab es ein großes, leckeres Abendessen. Übrigens sind Virgin Blue und Jetstar nicht immer die billigsten Airlines.

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MELBOURNE 3

Ganz gemütlich habe ich mich fertig gemacht, gefrühstückt und bin losgelaufen. Zur Southbank. Ich habe – unrechtmäßig, wie ich glaube – nach meiner GOR-Tour einen Gutschein bekommen für The Edge (Die Ecke). Das ist ein Kasten, der aus dem Eureka Tower herausfährt und komplett aus Glas besteht. Dadurch soll der Effekt entstehen, man schwebe in der Luft. Naja, also bezahlt hätte ich dafür auch wirklich nichts, auch nicht für das zweitklassige Foto, das von einem geschossen wird. Völliger Quark! Immerhin habe ich ein Gummiband geschenkt bekommen, auf dem steht „I survived the EDGE“. Boah ey. Aber an sich war die Aussicht ganz ok von dort oben und das Wetter spielte wieder mit. Was ich lustig fand: Im Sydney Tower steht ein Briefkasten, der als höchste post box Australiens beschriftet ist. Einen solchen kann man komischerweise auch im Eureka Tower finden. Wieder ein Beweis dafür, dass Touristen immer wieder an der Nase herumgeführt werden.

Danach bin ich mit der Touri-Straßenbahn zu den Queen Victoria Markets gefahren. Da dieser schon sehr, sehr früh schließt, war ich gezwungen, weiterzufahren. Und zwar zu den Docklands. Dort war ich in Outlet Stores shoppen. Am Wasser war ein Weihnachtsbaum aus Bojen aufgebaut. Bei strahlendem Sonnenschein stand auch hier wieder überall „Merry Christmas“.

 

Als ich abends ins Hostel zurückkam, war das Zimmer natürlich nicht mehr so leer. Aber immerhin waren nette Leute eingezogen. Eine Deutsche um die 30 und eine junge Holländerin, Mea. Mit ihr habe ich mich ganz gut verstanden.

Wir haben zusammen How I Met Your Mother auf Englisch auf meinem Netbook angeguckt. Danach bin ich schlafen gegangen. Nur drei Menschen in einem Zimmer, das war Luxus.

Doch das war die Ruhe vor dem Sturm. Um ca. 3 Uhr nachts ging bzw. sprang die Tür auf, asiatisches Stimmengewirr drang durch meine müden Ohren und durch meine Augenlider nahm ich war, dass das Licht anging. Holter-die-polter wurden Koffer reingescharrt, die Betten quietschten lautstark, als sie bezogen wurden und dieses laute Geplapper. Mea und ich sind aufgestanden, haben uns aufgeregt und das Licht ausgemacht. Geht’s noch?

Um ca. 4 Uhr morgens, so erzählte mir später die Deutsche, sei die eine von der Truppe zurück ins Zimmer gekommen. Dass sie eine Stunde lang weg war, hatte ich nicht realisiert.

Von 4 Uhr bis 6 Uhr war Ruhe. Zumindest glaube ich das, ich habe zum Glück geschlafen.

Um ca. 6 Uhr morgens ging es wieder los. Ritsch-ratsch, bumm, peng. So schnell gegangen, wie sie gekommen sind, waren sie wieder weg. Naja, eigentlich waren sie sogar eher schneller weg. Drei Stunden nach Ankunft sind die alle schon wieder abgezogen. Sinn?? Wo bist du? Versteckst du dich mal wieder… Also man erlebt ja unglaublich viele schräge Dinge in solchen Hostels, aber dieses jene Hostel in Melbourne hatte alles überboten.

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Great Ocean Road

Nach meiner interessanten Krankenhauserfahrung bin ich mit dem Taxi zurück zum Hostel gefahren und habe mich in die endlich geöffnete Küche gesetzt und gefrühstückt. Es war mittlerweile nämlich schon so spät, dass nur noch knappe 2 Stunden von meiner ersten Nacht in Melbourne übrig geblieben sind.

Nach dem Frühstück (natürlich leckere Oats (Haferflocken), die ich mir am “Vortag” gekauft hatte) bin ich dann schon zum Treffpunkt für die Tour gelaufen. Der Bus hatte natürlich erst mal Verspätung…Als ich an der Reihe war, einzusteigen, stand ich nicht auf der Liste. Der Tourguide hat bei seiner Agentur angerufen und es hat sich herausgestellt, dass die einen Fehler gemacht und mich für den nächsten Tag eingebucht haben. Ich hatte also die Wahl, wann ich auf Tour gehen möchte. Da ich schon mal am Treffpunkt war, entschied ich mich, gleich – wie eigentlich geplant – mitzufahren. Ich hab mich natürlich gleich wieder nach vorne auf den Beifahrersitz gesetzt. Erster Halt: YHA-Hostel, um noch ein paar Leute abzuholen…Toll, hätte ich nicht so weit laufen müssen! Melbourne, ich sach’s euch.

Aber nun endlich ging es los, auf zur Great Ocean Road. Keine 5 Minuten, nachdem wir losgefahren sind, fing es an, zu regnen. Es hat dann eigentlich an dem Tag auch nicht mehr wirklich aufgehört.

 

Wir haben an diesem Tag die wichtigsten Stationen abgeklappert. Da war der  Anfangspunkt mit einem Denkmal für die Erbauer der GOR, Bells Beach und Lorne, wo wir unser Picknick zu uns nahmen. Zwischendurch hielten wir mal an, um noch Fotos zu schießen, aber leider war es einfach zu nass und duster, als dass man schöne Bilder machen könnte. Auch auf dieser Tour haben wir wieder Koalas und bunte Vögel gesehen. In Apollo Bay gab es dann Mittagessen und wir konnten uns ein wenig das berühmte Kaff ansehen. Es ist nicht sehr spannend dort bei Regen, aber immerhin habe ich endlich meine Magnetics bekommen.

Als ob wir nicht schon nass genug waren, fuhren wir auch noch an einem Regenwald vorbei, in dem wir einen kleinen Walk gemacht haben. Ganz große Bäume gibt es da. Um das ganze authentischer zu gestalten, hat es angefangen, nochmal richtig zu regnen. Ich war generell nicht wirklich gut gekleidet für so viel Regen (und Kälte!), denn ich hatte nicht mal eine lange Hose angezogen. Und eine Regenjacke besitze ich überhaupt nicht. Also wirklich, eine gute, dünne Regenjacke ist das erste, was in den Koffer für Australien gehört! Gleich danach folgen feste, wasserdichte Schuhe. Ich meine, mit meinen schwarzen Wunder-Ballerinas von Deichmann bin ich schon durch so manche Witterung gelaufen, aber besonders warm und trocken ist diese Schuhwahl natürlich nicht.

Beim nächsten Stop wurde es endlich richtig spannend: die Twelve Apostels, die neben dem Opera House und Uluru zu den berühmtesten Fotomotiven Australiens zählen. Auch hier brach die Sonne nicht durch die Wolkendecke, aber beeindruckend was es trotzdem. Ich habe viele Fotos von den Felsformationen gemacht. Mittlerweile sind es allerdings gar nicht mehr 12 Apostel, da die Witterung und das peitschende Meer einige schon verschluckt haben. Der nächste interessante Halt war beim Loch Ard Gorge, eine historische kleine Bucht, zu der man hinunter steigen kann. Dort hat mich der Tourguide beim Sand sammeln erwischt :-P In der Nähe sei vor vielen Jahren ein Schiff gekentert, zwei Überlebende – Männlein und Weiblein – konnten sich in der Bucht retten. Drumherum gibt es heute einige Wanderwege. So wie die Landschaft aussieht, muss es dort vor wenigen Jahren ein Bushfire gegeben haben.

Die London Bridge ist das letzte Highlight auf der Tour. Das ist eine weitere Felsformation, die bis vor wenigen Jahren aussah wie eine Brücke. Mittlerweile ist auch sie eingebrochen.

Leider hing alles an diesem Tag in einem Wolkenschleier, aber ich war da und hab’s gesehn. Und meiner Meinung nach ist ein Tag auch genug. Die wichtigsten Strecken, die auch direkt am Meer entlangführen, sind eh auf der ersten Hälfte von Melbourne nach Adelaide zu finden.

 

Von der weiteren Rückfahrt nach Melbourne ist nicht viel hängengeblieben, da ich mittlerweile über 40 Stunden wach war und mit Sekundenschläfen kämpfen musste. Es ist nicht mehr weit, habe ich mir immer eingeredet. Am nächsten Tag hatte ich außerdem „frei“, also würde ich sofort ins Bett gehen und schlafen, bis ich ausgeschlafen bin. Soweit es eben mit 5 room mates ging.

So habe ich das dann auch gemacht. Als wir endlich beim Hostel angekommen sind, habe ich mich von diesem Tourguide (der war irgendwie komisch) und den anderen Leuten verabschiedet, habe noch eine Kleinigkeit gegessen und bin schlafen gegangen. Zum Glück war keiner im Zimmer zu der Zeit. Aber natürlich hat sich das auch sehr schnell geändert. Nach ungefähr einer Stunde kam die Señora española vom Vorabend rein und hat ich-weiß-nich-was getrieben. Unter meinem Bett befanden sich meine und auch ihre Abschließfächer und die ließen sich immer nur mit Gewalt wieder schließen. Gefühlte 20 Mal ging sie da dran. Nur Bohrmaschinen sind schlimmer. Sie hat sich tausendmal entschuldigt, aber ich habe das eh alles nur im Halbschlaf mitbekommen.

Ich bin dann noch 2-3 Mal aufgewacht, aber schließlich habe ich durchgeschlafen bis halb 10. Dass ich keinen Wecker brauchen würde, war mir ja klar. So ziemlich jeder im Zimmer fing “Das große Packen” an. Tür auf, Tür zu, hier ein ratsch, da ein zip, dort noch ein undefinierbares klacken und zum Schluss noch die obligatorische Durchsage durch die Lautsprecher, dass jetzt gleich check-out time ist…Eine wahre Freude. Aber das Beste dieses Mal daran: Um ungefähr 10 Uhr war ich alleine auf dem Zimmer. Juhuu, endlich! Erst dann habe ich mich auch aus dem Bett herausgetraut. Aber Momemt mal, sind die wirklich alle weg? Hier liegt noch so viel Zeug rum…Aber tatsächlich, die hatten einfach viel liegenlassen. Gut für mich, ich habe erst mal alles Nützliche eingesammelt: Noch verschlossene Cracker mit Käsedip, ganz viele Gefrier-Ziptüten und und und. Ist ja wie Weihnachten!

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MELBOURNE 2

Nachtrag zu meiner Stadttour:

Die ging los am Ufer des Yarra-Flusses mit Blick auf interessante Brücken, die Southbank und den Eureka Tower, dem zweithöchsten Wolkenkratzer Australiens (auf dem höchsten in Surfers Paradise war ich natürlich auch). An der schönen Fassade der berühmten Flinders Street Station vorbei bin ich zum Federation Square gekommen. Das scheint eine Art Treffpunkt für Jugendliche und Touristengruppen zu sein. Nachdem ich ein paar Fotos von dem interessanten Platz geschossen habe, bin ich noch ein Stückchen weitergelaufen, um bei den Fitzroy Gardens das zu Hause von James Cook’s Eltern mir mal anzugucken. Es soll wohl das Original-Haus sein, das aufwendig mit dem Schiff von England hierher gebracht wurde. Das Cook’s Cottage ist begehbar. War mal interessant zu sehen, wie man so im 18. Jahrhundert lebte. Verkleiden konnte man sich sogar mit kolonialer Mode, wenn man Lust auf Läuse hatte. Auch hier wieder der Vorteil: mit der YHA-Karte gibt es Rabatt auf den Eintritt. Auf dem Weg zurück in die Stadt bin ich an einer deutschen Kirche vorbeigekommen, erbaut 1847.

Die letzten Sehenswürdigkeiten für Tag 1 waren: das Parliament House von Victoria, das leerstehende Gebäude, wo früher das Hard Rock Cafe war (ich wollte nur sichergehen, dass es das wirklich nicht mehr gibt), China Town, wobei es dieses Mal wohl nur um eine einzige große Straße handelt, verschiedene sogenannte Arcades, ein altes Gefängnis (welches ich nicht besucht habe, da ich ja erst 3 Monate zuvor in Fremantle war), die Ice Lounge (da bin ich zufällig vorbeigekommen; das ist eine Bar aus Eis), viele kleine und große Theatergebäude, die Staatsbibliothek, die eine tolle Decke aus Fensterglas hat und natürlich die Einkaufsstraße von Melbourne, die Bourke Street. Dort hatte sich das große MEYER-Kaufhaus zu Weihnachten was Besonderes ausgedacht: In seinen großen Schaufenstern konnte man die komplette Geschichte vom Nussknacker sehen und hören. Puppen bewegten sich und eine Stimme erzählte. Da war ein Andrang!

Mittlerweile war es Abend, die Bürgersteige wurden auch hier mittlerweile hochgeklappt und ich brauchte noch Verpflegung für die nächsten Tage. Also habe ich einen Großeinkauf bei Woolworths gemacht. Ein Fehler, wenn ich bedenke, dass ich den ganzen Tag schon laufe, meine körperliche Verfassung also nicht gerade die beste war, ich keine vernünftige Einkaufstasche dabeihatte und der Weg zum Hostel mindestens eine Viertelstunde dauern würde. Ich hatte volle Einkaufstüten und besonders die ganzen Trinkflaschen gaben mir den Rest. Durch diese blöde quadratische Straßenanordnung zog sich der Weg auch noch unnötig in die Länge. Kurz vor dem Hostel fragte mich eine Backpackerin, ob sie mir helfen kann. Ihr ist auch nicht entgangen, dass diese berühmten australischen Einkaufs-Plastiktüten innerhalb den nächsten Meter ihr zeitliches segnen würden. Naja, wie ich halt bin, meinte ich, thanks but no thanks.

Endlich angekommen, habe ich mir meine leckeren Asia-Nudeln von Papas Survivalpack geschnappt und mein Abendessen gekocht. Da sich in diesem Hostel auf jeder Ebene eine eigene kleine Küche befindet, war es ganz gemütlich an dem kleinen Tisch. Ich bin dabei mit einigen ins Gespräch gekommen. Da war eine Chinesin, eine Italienerin und eine Spanierin. Letztere war übrigens meine Zimmernachbarin und die Chinesin wollte mir vorher beim Tragen helfen. Das war ganz interessant, was die so erzählt haben. Mich interessiert ja immer, was man mit Ende Zwanzig-, Anfang Dreißig in Australien so treibt. Für Au Pairs sind die ja eigentlich schon zu alt, oder? Die eine möchte einfach nur ein paar Monate reisen und arbeiten, die nächste hat gerade Semesterferien oder sowas und die andere hat eigentlich keine Ahnung, was sie hier macht. Nach dem Essen sind wir alle so langsam ins Bett gegangen (, bis auf die Italienerin, die hat einen anderen Gesprächspartner von irgendwo anders aus der Welt gefunden).

Das war mein erster Tag in Melbourne. Was in der Nacht passiert ist, wisst ihr ja schon.

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MELBOURNE Teil 1

Anfang des 20. Jahrhunderts gab es eine große Diskussion: Welche Stadt soll Hauptstadt Australiens werden. Zur Auswahl standen zwei große Rivalen: Sydney und Melbourne. Man konnte sich nicht einigen, da angeblich beide Städte gleich gut und interessant seien. Es gibt noch heute viele verschiedene Meinungen darüber, welche wohl die schönere Stadt sei.

Meine Meinung steht fest, besonders jetzt, nachdem ich in der Rivalenstadt im Staat Victoria gewesen bin. Sydney ist eindeutig die schönste und interessanteste Stadt Australiens und eine der besten Städte der Welt! Melbourne hingegen ist langweilig!! Klar hat Melbourne auch Vorzüge; wer sich für Sport und/oder Kultur sehr interessiert, ist dort ganz gut aufgehoben, denn es gibt zahlreiche Sportevents und ein volles Kulturprogramm. Für mich hat die Stadt allerdings nicht viel Interessantes zu bieten.

Ich habe auch hier wieder meine Woche (Ende November) mit einem „Einführungstag“ begonnen: 4-5 Stunden lang die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abklappern, um somit ein Gefühl für die Stadt zu bekommen. Stadtpläne waren zwar noch nie wirklich ein Problem für mich, aber jetzt bin ich Profi. Melbourne CBD (Central Business District, der wahre Stadtkern, den jede große Stadt hat) ist noch einfacher aufgebaut, als Adelaide. Die Straßen sind wie ein Gitter angelegt und die Parallelstraßen haben sehr einfallsreiche Namen wie „King Street“ und „William Street“ oder „Queen St“ und „Elizabeth St“. Mit einer kostenlosen Touristen-Straßenbahn kann man den CBD umrunden – ist mal ganz interessant, aber relativ nutzlos. Wie gesagt umrundet die Tram nur die Stadtmitte, fährt jedoch nicht hinein. Allerdings sollten Shopaholics mal zu den Docklands bzw. nach Waterfront City fahren, denn dort gibt es ein Shoppingcentre mit fast ausschließlich Outlet-Läden. Es gibt neben der Tram auch noch einen kostenlosen Bus für Touristen. Den habe ich nicht ausprobiert, da ich erst am letzten Tag eine Map gefunden habe, wo der überhaupt langfährt und anhält, doch da hatte ich schon alles gesehen, was ich sehen wollte.

Das Wetter war am ersten Tag sehr schön, allerdings auch ziemlich schwül. Für die nächsten Tage war nur Regen angesagt. Dieser Wechsel von schwül-heiß über Gewitter auf kühl-regnerisch ist tödlich für alle Heuschnupfen-Patienten. Für mich endete dieser erste Tag erst mal im Krankenhaus… Schon als ich angekommen bin, hat sich mein Heuschnupfen gemeldet, richtig heftig. Den Tag über habe ich Allergie-Tabletten einnehmen müssen. Meine erste Theorie war: Kastanienbäume. Ich habe meine Allergietest-Ergebnisse zwar nicht ganz im Kopf, aber ich bin ja gegen Gott und die Welt allergisch (das klingt jetzt irgendwie gut^^). In ganz, und zwar GANZ Melbourne stehen diese Kastanienbäume. Es war schwül und etwas windig und man konnte förmlich sehen, wie die Pollen um einen herumwirbelten. Abends kam noch eine dicke Wolkendecke dazu, die den ganzen Mist schön komprimiert für mich zusammengehalten hat. Nachmittags hatte ich schon mein Spray nehmen müssen, da schließlich auch meine Luft etwas knapp wurde. Es besserte sich kurzzeitig, später wurde die Situation in diesem stickigen Hostelzimmer allerdings wieder schlechter. Ich konnte nicht einschlafen, es ging einfach nicht. Wir waren zu 6. in diesem Raum mit nur einem winzig kleinen Fenster in der Ecke, durch das natürlich keine Luft passte. Eine Klimaanlage gab es nicht (, weswegen ich das YHA Central an dieser Stelle nicht empfehlen würde, zumindest nicht im Sommer), stattdessen mussten wir uns mit einem lauthals nach Pause schreiendem Ventilator zufrieden geben. Ich habe ihm die Pause nach einer dreiviertel Stunde gegönnt. Aber es wurde natürlich nicht besser. Dazu kam noch, dass meine Luft immer schlimmer wurde und mein Spray keine Wirkung mehr zeigte. Ich brauchte frische Luft. Es war mittlerweile um die 2 Uhr nachts, als ich mit Handy, Taschentüchern und…ja…da war doch noch was, was in meine Hand gehören sollte… Ich hatte den Zimmerschlüssel auf dem Bett liegen lassen. Super! Ich klopfe, keiner macht auf. Die blöde Tussi, die gerade noch gestöhnt hatte, weil ich den Ventilator ausgemacht habe, hat mir natürlich nicht aufgemacht. Panik. Denn ich wusste nicht mehr, ob es eine 24h Rezeption gab, und man kann ohne Schlüssel nicht mal mehr auf den Gang zurück, sondern ist komplett ausgeschlossen. Ich habe es gewagt und zum Glück war die Rezeption noch auf. Wenn jetzt nur noch ein Mitarbeiter da wäre… Ich habe geklingelt, gerufen und geklopft, nichts. Nach 20 Minuten kam dann endlich jemand. Ich habe einen neuen Schlüssel bekommen. Jetzt war aber immer noch das Problem mit meiner Luft. Es war schon um die 3 Uhr, das hieß, in 4,5 Stunden sollte meine Great Ocean Road-Tour starten. Da war wieder die Panik. Ich habe dann erst mal viel Geld mit Mama und Papa vertelefoniert. Da ich nicht länger durch einen Strohhalm einatmen konnte/wollte, habe ich mich angezogen, um zu einem Arzt zu fahren. Dass ich möglicherweise jemanden dabei aufgeweckt habe, war und ist mir relativ schnuppe.

Ich gehe also mit meinen sieben Sachen zur Rezeption und sage zum Rezeptzionist, ich brauche einen Arzt. Der guckt mich nur blöd an und wiederholt meinen Satz. Da er nichts weiter zu sagen weiß, frage ich ihn nach dem nächsten Krankenhaus. Er daraufhin sagt nur, der Computer müsse gerade Updates laden und er könne da gerade nicht dran. Ich dränge ihn und er googelt mir eine Adresse raus. Ich solle aber doch erst mal die Krankenschwester-Hotline anrufen. Das scheint ja eine tolle Sache zu sein, aber alle Leitungen waren besetzt. Ich bin also auf die Straße gegangen, um ein Taxi anzuhalten. Der erste war der totale Griff ins Klo! Ich hatte einen jungen, aus Afrika stammenden Fahrer erwischt, der überhaupt keine Ahnung hatte, in welcher Stadt er sich überhaupt befand. Man hätte ihn wohl eher als Uhrenverkäufer an einem Strand in Südeuropa zugeordnet. Nach 200 Metern wurde mir das zu bunt und ich wollte nur noch aussteigen. Ich habe ihm seine 5$ in die Hand gedrückt, die er natürlich nicht zurückgewiesen hat! Arsch…

Versuch Nr. 2 war hingegen ein Volltreffer. Als ich allerdings gerade die Tür aufgemacht habe, hat er noch schnell mal seinen Porno auf seinem iPod ausgemacht und die Kopfhörer aus seinen Ohren genommen. Nun gut, jedenfalls war er freundlich. Er kannte die Adresse jedoch auch nicht, hat sie nur ins Navi eingegeben. Als wir nach 15 Minuten endlich davor standen, teilte und das Schild davor mit, dass es hier kein Emergency Department gebe. Ich durfte von seinem Handy aus dort anrufen und wir wurden zum richtigen Gebäude 10 min. entfernt geschickt. Der nette Fahrer hat mir dafür nichts extra berechnet. Bis wir allerdings den richtigen Eingang gefunden haben…Nach vier Versuchen war ich endlich da, wo ich hinwollte. Und es war voll! Ich musste drei Schalter abklappern, um 100$ loszuwerden und mir anzuhören, dass ich nicht die Erste heute sei mit Atemproblemen. Nach 1 Stunde Wartezeit kam ich endlich dran und man gab mir irgendwas zum inhalieren. Davon war eigentlich wieder alles gut, nur hat mein Herz doppelt so schnell geschlagen. Das war also mein Krankenhaus Abenteuer in Melbourne

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Gold Coast: From Byron Bay to Brisbane and Christmas in Australia

Meine letzte Tour im Jahre 2010 ging an die Gold Coast. Diese erstreckt sich von Byron Bay in NSW bis hoch nach Brisbane, Hauptstadt vom Bundesstaat Queensland. Am 23. Dezember ging mein Flug nach Ballina/Byron. Ich bin dabei nicht der Sonne entgegen geflogen, sondern habe mich von ihr entfernt! Nach einer halben Stunde Flug verdichteten sich die Wolken und ich sollte die warmen Sonnenstrahlen für die nächsten 6 Tage nicht mehr auf meiner Haut spüren. Der Flughafen liegt ca. eine halbe Stunde von Byron Bay entfernt, sodass ich mich vorher im Internet nach Shuttlebussen erkundigt und mir im Vorfeld ein Ticket gekauft habe. Am Flughafen angekommen (Ballina Airport ist ungefähr genauso „groß“ wie der von Port Macquarie) stand dann tatsächlich mein Name auf einem der Schilder :-) Ich habe mich von der Family, die mit dem gleichen Flieger geflogen ist, verabschiedet und bin nach Byron Bay gefahren. Das Hostel war dieses Mal wieder sehr interessant! Aber von den nackten Holländerinnen gleich mehr.
Als ich angekommen bin, war es schon Abend. Ich hatte mich mit Anja2 und ihrer Freundin Anja3 verabredet. Die beiden waren/sind immer noch auf einer Roadtrip-Tour die Ostküste entlang. In Byron Bay haben sich unsere Wege also gekreuzt. Leider hat sich unser Plan, abends nach Surfers Paradise zu fahren und dort ein bisschen wegzugehen, nicht verwirklichen können. Und leider sind wir zu meiner Enttäuschung nicht mal in Byron was trinken gegangen. Aber gut, wir sind nach dem Abendessen ein bisschen die Hauptstraße langgeschlendert. Habe ich schon erwähnt, dass dieses Surfparadies gleichzeitig ein Hippie-dorf ist? Also an komischen und zugleich interessanten Menschen fehlt es in Byron nicht. Aber Nimbin, der einzige Ort in Australien, wo Drogen „geduldet“ werden, liegt ja auch nicht weit entfernt.
Nachdem wir uns für den nächsten Tag (Heiligabend) verabredet haben, sind die beiden zurück in ihr Backpackers und ich zu meinem YHA gelaufen. Da ging es dann los mit dem Regen, der tagelang andauern sollte. Das Hostel ist eigentlich ganz schön aufgebaut, mit Pool natürlich wieder, einem Außenbereich zum Essen und gemütlichen Hängematten. Mein Zimmer war dieses Mal allerdings das wohl schlimmste überhaupt. 9 fremde und äußerst merkwürdige Personen in einem Zimmer… Schon als ich das Zimmer zum ersten Mal betreten habe, waren da 4 Holländerinnen und eine von denen lag halb nackt auf ihrem Bett. Mit freiem Oberkörper hat die da wild rumgestikuliert. Als ich mich dann nachts hingelegt habe, waren alle von denen weg. Erst irgendwann zwischen 2 und 4 Uhr kamen sie wieder – mit männlicher Begleitung. Ich habe in meinem Halbschlaf nicht hingeguckt, aber dem Kerl hat irgendwas nicht in dem Zimmer nicht gepasst und ist wieder rausgegangen. Am nächsten Morgen habe ich dann festgestellt, dass eine von den Mädels fehlte. Den Rest kann man sich denken. Die anderen lagen alle fast völlig nackt in ihren Betten. So war das erste, was ich am 24. Dezember erblickte, ein nackter Arsch.
Nicht nur ich hatte eine interessante Nacht. Anja2 hat mir von einem Mädel erzählt, die mitten in der Nacht „water sex“ im Pool hatte und es jedem laut mitgeteilt hat (generell passiert das wohl öfter, weswegen ich nicht unbedingt in einem Hostel-Pool schwimmen muss).
In der 6. Klasse war in meinem Englischbuch ein Foto abgebildet, auf dem man sehen kann, wie hunderte Menschen mit Nikolausmütze am Bondi Beach Weihnachten feiern. Seitdem wollte ich auch mal Weihnachten am Strand unter der heißen Sonne Australiens verbringen. Nun war es soweit, mein Traum war zum Greifen nahe. Und doch hat er sich nicht erfüllt…Während in Bondi die Sonne schien, hat es bei uns aus Badewannen geregnet. Ich war ca. 10 Minuten am Strand, als es anfing. Das war’s dann. Wir drei haben uns untergestellt und bis 1 Uhr gewartet, bis die beiden Richtung Norden weitergefahren sind. Ich wusste dann nicht, was ich machen sollte. Ich hatte bis halb 5 Zeit, bis Stephs mum Feierabend hatte und mit mir nach Lismore fahren würde. Den geplanten Lighthouse Walk konnte ich bei dem Wetter vergessen. Also habe ich das gemacht, was man als einziges noch machen konnte. Ich bin shoppen gegangen. Aber aufgrund meines mittlerweile akuten Geldmangels habe ich nicht viel ausgegeben. Byron ist ansonsten relativ langweilig. Es gibt eben nur die eine Hauptstraße mit ein paar netten Surfshops, Bars und Restaurants, aber das war es auch schon. Warum der Ort so bekannt ist, ist mir eigentlich ein Rätsel. Wird wohl wie immer der schöne Strand sein, der sich gut zum Surfen eignet.
Die Zeit wollte nicht rumgehen und ich war klitschnass. Schließlich habe ich nachmittags im Noodlehouse mein Mittag gegessen. Dann ist mir etwas richtig unglaubliches passiert!! : Als ich so meine mittelmäßigen Nudeln gegessen habe, kamen drei deutsche Mädels vorbeigelaufen. Nichts besonderes bis jetzt, denn Australien ist nach Malle das 18. Bundesland. Neben der Bude sollte wohl ihr Hostelbus halten und auf den haben die gewartet. Da es nunmal Heiligabend war, habe ich Frohe Weihnachten gewünscht. Die drei haben sich neben mich gesetzt und wir sind ein bisschen ins Gespräch gekommen. Zumindest habe ich mich mit einer von ihnen unterhalten, die anderen waren mit Saufen beschäftigt (es sei ja Weihnachten). Die ersten Fragen, die man sich so stellt, sind, was man denn hier in Australien mache und wie lange man hier bleibe. Es gibt nämlich nur die Work&Traveller, die „Nur-Traveller“ und die Au-Pairs. Sie hat mir erzählt, sie sei Au Pair im Norden Sydneys gewesen. Soso. Ich habe ihr erzählt, dass ich sogar noch eines bin; bis dahin noch nichts Spannendes. Aber nach ein paar Minuten fragt sie mich aus heiterem Himmel, ob ich zufällig Anja Fitzner sei. Oh mein Gott! Woher kennt die mich?? Von AIFS? Nein.. Ich bin echt aus allen Wolken gefallen. Dann holt sie noch ihr Handy aus der Tasche und zeigt mir meine Nummer, die bei ihr eingespeichert ist. Ich habe wohl alles vergessen, denn sie klärt mich auf. Sie hat mich bei facebook ganz am Anfang (also im Juli) angeschrieben, von wegen sie sei auch Au-Pair, ob man sich nicht mal treffen könnte. Wir haben dann Nummern ausgetauscht, haben uns aber aus irgendeinem Grund doch nicht getroffen und das Ganze ist im Sand verlaufen. Später habe ich mal in mein Handy geguckt, und da war tatsächlich ihre Nummer drin. Was für ein Zufall! Die Welt ist doch so klein! Ich meine, wenn man nur die Ostküste entlangreist, kann das schon mal vorkommen, dass man sich wiedersieht, aber sowas…Und vor allem, die Umstände, wie wir uns begegnet sind. Ich habe mein Mittag nur beim Noodlehouse gegessen, da es in Byron an Fastfood-Filialen fehlt und die Mädels haben sich entschlossen mit dem Bus zum Hostel zu fahren, als zu laufen. Hätte ich nicht Frohe Weihnachten gesagt, wären wir vielleicht nicht mal ins Gespräch gekommen! Sachen gibt’s…
Wir haben uns verabschiedet und um halb 5 bin ich dann zum Postoffice gelaufen und Hollys Oma hat mich zu ihr nach Hause genommen (, nachdem ich ein australisches Postamt von innen gesehen habe). Lismore ist ein ganz schönes Stück weg von Byron, aber eigentlich ein ganz schöner Ort. Wenn es nur nicht immer geregnet hätte.. Ich hatte ein schönes Zimmer und wurde von Oma und Opa sehr herzlich in Empfang genommen. Thank you!
Am 24. abends war nichts Besonderes mehr. Heiligabend ohne Geschenke. Erst am nächsten Morgen gab es die Bescherung. Aber was wäre ein Aussie Weihnachten ohne Aussie Frühstück?! Bacon & eggs mit/auf Toast, yummy! Nach dem Frühstück kam noch ein bisschen Familie zu Besuch und die Geschenke wurden schließlich ausgepackt. Im Endeffekt habe ich meine Geschenke später bekommen als ihr alle in Deutschland, trotz der 10 Stunden Zeitverschiebung. Wir hatten einen richtig großen (, aber natürlich unechten) Weihnachtsbaum, unter dem die Geschenke lagen. Ich habe richtig schönen Schmuck von Steph und Clint bekommen, eine DVD von meiner Lieblingsserie How I Met Your Mother, Koch- und Backbücher, ein schönes Notizbuch und noch weitere Kleinigkeiten.
Eigentlich dachte ich, dass hier die Fresserei an Weihnachten nicht so schlimm wäre, wie man sie in Deutschland kennt. Weit gefehlt! Es mag vielleicht auch daran liegen, dass die italienische Oma (zu) viele gute Sachen kocht. Es gab jedenfalls ein großes Mittagessen und später sind wir zu weiterer Familie gefahren, wo es ein relativ großes Abendessen gab. Auf der „zweiten Feier“ habe ich mich allerdings viel mehr wie in Australien gefühlt. Alle saßen um einen großen Tisch in der Küche herum, es gab Schnitzel (die heißen hier wirklich chicken schnitzel) und verschiedene Salate. Wäre das Wetter schön gewesen, hätten wir bestimmt ein BBQ gemacht und das Abendessen nach draußen verlegt. Aber auch so, mit dem Aussie Slang überall um mich herum und den waschechten Aussis selbst und so… war das schon eine schöne Erfahrung.
Am 26. haben mich Steph und Clint ein bisschen mit dem Auto herumgeführt. Wir sind noch mal nach Byron Bay gefahren, wo ich endlich den Leuchtturm gesehen habe und wo ich am östlichsten Punkt Australien gewesen bin. Wir haben dann bei Hog’s Breath Mittag gegessen. Hog’s Breath ist eine sehr bekannte, aber auch etwas teure Steakhouse-Kette hier in Oz. Nach dem Essen sind wir Richtung Ballina gefahren, der nächstgrößeren Stadt südlich von Byron. Auf dem Weg sind wir an verschiedenen Stränden vorbeigekommen und Clint hat von seinen Surfgeschichten erzählt. Und ich habe – mal wieder – Delfine gesehen. Von der Landschaft im Landesinnern hat man wegen des Nebels nicht viel sehen können, aber ich bin trotzdem dankbar, dass mir die beiden das alles gezeigt haben. Leider versteckt sich hinter den Wolken nie nur die Sonne, sondern auch die Schönheit der Landschaft oder Stadt. Die Sonne macht so verdammt viel aus..
Am 27. habe ich nicht viel gemacht. Ich wäre unheimlich gerne mal wieder zum Frisör gegangen, da meine Haare mittlerweile eine Zumutung sind, aber so gut wie alle Läden hatten zu. Wenn hier in Australien Feiertage auf ein Wochenende fallen, werden einfach die Tage am Anfang der nächsten Woche nachgeholt. So waren Montag und Dienstag einfach mal weitere Feiertage. Dolle Sache für Arbeitnehmer.
Endlich war der 28. gekommen, der Himmel hatte sich einigermaßen ausgeheult und ich konnte wieder etwas unternehmen. Die Tage davor habe ich herumgegoogelt, ausprobiert und ausgerechnet, bis ich mir eine Tagestour zusammengestellt hatte, bei der ich die wichtigsten Punkte der Gold Coast abklappern konnte: Tweed Heads/Coolangatta, Surfers Paradise und Brisbane. Und es hat sogar alles geklappt, was mich sehr gefreut hat.
Ich bin morgens mit einem Country Link Bus erst einmal von Lismore nach Tweed Heads gefahren. Ich habe das Gefühl, jeden Bauern der Region nun zu kennen. Wir sind zwischen Lismore und Byron Bay nur auf kleinen Landstraßen und Waldwegen gefahren, vorbei an schönen Landschaften, überschwemmten Straßen und interessanten Ortschaften. Und dank meines GPS-Loggers kann ich später nachvollziehen, wo wir langgefahren sind. Dieses Mal der Oberkracher: Ich war knappe 10 km vom Dschungelcamp enfernt :-) ! Bei denen wird es nass dieses Jahr…
Nach 2,5 Stunden Fahrt kam ich in Tweed Heads an. Das ist eine mittelgroße Stadt, die direkt an der Grenze von den beiden Bundesstaaten New South Wales und Queensland liegt. Ihre „Zwillingsstadt“ Coolangatta liegt direkt auf der anderen Seite der „Grenze“. Ich wollte unbedingt dorthin, um mal an zwei Orten gleichzeitig und zu verschiedenen Zeiten zu sein. Klingt komisch, ist aber so. In Queensland gibt es keine Sommerzeit, sodass es auf der einen Straßenseite 12 Uhr ist, auf der anderen schon 1 Uhr. Ich hatte nur 1,5 Stunden, also bin ich nur kurz am Strand gewesen. Wenn das Wetter schön ist, kann man dort nämlich richtig tolle Fotos machen. Dann sieht man nämlich die riesige Skyline von der Gold Coast am Horizont – mit dem schönen Strand und den Surfern von Coolangatta im Vordergrund. Vom Strand aus gibt es einen Küstenweg berghoch bis zu einem Memorial, an dem die Grenze noch einmal auf dem Boden markiert ist. Danach bin ich schon wieder zur Busstation gelaufen (das alles übrigens mit meinem Koffer, weil ich diesen nicht mal für eine Stunde im Information Centre abstellen konnte…überhaupt nicht zu empfehlen). Der nächste Bus (ein normaler Linienbus) sollte mich in etwas über einer Stunde auf dem Gold Coast Highway nach Surfers Paradise bringen. Der Highway führt fast direkt an der Küste entlang, so war Sightseeing inklusive. In Surfers angekommen, führte mich mein Weg direkt zum Hard Rock Cafe. Danach bin ich eigentlich nur noch die Shoppingmall langgeschlendert und habe mich kurz (immer noch mit Koffer) an den Strand gesetzt. Dummerweise ist vor dem berühmten Strandzugang zurzeit Baustelle, sodass ich kein schönes Bild von mir in Sufers machen konnte.
Surfers Paradise bedeutet Beach, Shopping und Party. Ob es ein Paradies für Surfer ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Man findet Surfshops aller bekannten Marken, der schöne Strand ist kilometerlang und kann anscheinend richtig gut feiern gehen (, was ich allerdings auch nicht ausprobiert habe). Viel mehr gibt es aber auch nicht zu sehen oder zu tun in der City selbst. Es gibt aber wohl viele Tagestouren und die vielen Theme Parks wie Wet’n’Wild, Warner Brothers Movie World oder Dreamworld sind nicht weit entfernt. Falls ich aber noch mal bei schönerem Wetter dorthin kommen sollte, möchte ich gerne in den Q-Tower (Q-Deck genannt, glaube ich). Von dort aus muss man einen tollen Blick über die Gold Coast haben.
Da ich nach einiger Zeit nicht mehr wusste, was ich in dieser für meinen Geschmack viel zu touristischen Stadt machen sollte, bin ich schließlich in den Bus bzw. Zug gestiegen und zu meinem Tages- und Endziel Brisbane gefahren. Das war also mein Tag an der (eigentlich überschätzten) Gold Coast. Ich habe trotz körperlicher Höchstanstrengung – verdammtes Gepäck – wieder viel erlebt und bin unheimlich stolz auf mich, dass alles geklappt hat.

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NYE

So, dann geh ich mal los zur größten Silvesterparty der Welt!!

See you next year!

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Gold Coast in One Day

Heute war ich an zwei Orten gleichzeitig :-) Zwischen den Orten Tweed Heads und Coolangatta verläuft die Grenze zwischen den Staaten Queensland und New South Wales. Somit habe ich 7 der 8 Staaten Australiens abgeklappert :-D
Ich bin heute morgen mit dem Bus nach Tweed Heads hingefahren; das war eine sehr interessante Fahrt durch kleine Dörfer, große Pfützen und schöne Landschaften!
Danach war ich in Surfers Paradise. Leider war das Wetter immer noch suboptimal und ich musste die ganze Zeit meinen schweren Koffer mit mir herumschleppen…
Jetzt liege ich jedenfalls in meinem Hochbett in Brisbane und gehe demnächst schlafen. Zum Glück wurde mir mit dem “Übertritt” nach Queensland eine Stunde geschenkt (es gibt hier keine Sommerzeit = Daylight Savings Time).

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Go Extreme

Ich war gestern am “most easterly point of the Australian mainland”!!

Byron Bay ist nun abgehakt, Weihnachten bei der Family in Lismore auch und morgen geht es an die Gold Coast und nach Brisbane…
By the way, it was raining cats and dogs in the last couple of days.. and I’m sick of it!! Stop the rain!

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I wish you

a Merry Christmas and a Happy New Year!!

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