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Ich fühle mich so, als hätte ich 2 Tage nicht geschlafen

Na ja, kein Wunder! Ich habe meinen schlimmsten Flugzeugmarathon endlich hinter mir! Ich fliege ja wirklich unheimlich gerne, aber zu viel des Guten war dann auch nicht das Wahre. Montag Abend, 21:00 Ortszeit, warten in einer eeewig langen Schlange von Schülern und Abiturienten – jeder Einzelne mit den jeweiligen Familienangehörigen und Freunden (natürlich ebenfalls noch in der Schlange stehend). Ein bunter Haufen, aus denen scheinbar unendlich viele gelbe T-Shirts einer anderen Organisation hervorstachen. Ich wollte eigentlich gar nicht dazugehören… Nach dem Check-In (meine 3 Kilo Übergepäck wurden zum Glück nicht beachtet) noch ein kurzes Abendmahl bei McDoof und der Abschied. Tränenreich, natürlich. Also dann mal auf ins Abenteuer Australien! Bei der Sicherheitskontrolle wurde ich erst einmal angehalten und mit meinem schönen Nackenkissen (,das ich heute im Transferbus liegengelassen hab :( ( ,) in einen kleinen Raum gebeten…Sprengstofftest…Nach dem kleinen Herzklopfen Boarding. Wie erwartet eine Boeing 747-400 (und nein, ich bin nicht Homo Faber). Da ich beim Check-In zwei andere Au-Pairs kennengelernt habe, haben wir uns zusammengesetzt. Es war dunkel, aber wir sollten trotzdem die Fenster verdunkeln, denn keine 3 Stunden später wurde es wieder hell! Da wird man dann immer gleich angemeckert, wenn man das Fenster aufmacht. Und wie das immer so ist, das ganze Flugzeug schläft, nur ich nicht. Zum Glück gibt es ein Entertainment-Programm bei Qantas, also Filme, Musik, Spiele etc. Letztendlich habe ich nur 2 Stündchen von den happigen 11-einhalb mal meine Augen zugemacht. Ankunft in Singapur, es ist schon wieder Abend. 1,5 Stunden Aufenthalt, wir sind sogar mal kurz an der frischen (bzw. äußerst schwülen) Luft gewesen. Mit dem selben Flieger ging es dann schließlich weiter nach Sydney. Diesmal 6-und-ein-paar-zerquetschte Stunden. Schlimm…das Fenster war zu weit weg, als dass man sich mit dem Kissen hätte daranlegen können, neben mir ein nach Schweiß „riechender“ Teenie…so macht Fliegen dann doch keinen Spaß. Bilanz dieses Fluges: Knieschmerzen (warum auch immer) und höchstens eine Stunde die Augen zugemacht (ohne Schlaf!). Am Flughafen von Sydney waren meine größten Sorgen, dass alles mit dem Visum klappt und mein Koffer auch wirklich ankommt! Beide Sorgen zum Glück unbegründet. Ein richtig cooler Draufgänger-Aussie hat uns in Empfang genommen und ist mit uns mit einem Transferbus (wo wahrscheinlich noch mein Kissen liegt :( … ) durch Kälte und Regen zum Hostel gefahren. Wir alle sind erst mal duschen gegangen und haben uns schlafen gelegt. Ich konnte mal wieder nicht… Das ist so ein Als-ob-ich-nie-wieder-ruhig-schlafen-könnte-Gefühl. Die anderen Mädels sind jetzt alle bei einem nicht ganz so wichtigen meet&greet-Treffen mit unserer Organisation. Ich wollte noch länger schlafen, aber ich geb’s langsam auf. Ich mach mich jetzt auch mal fertig und gehe in Richtung AIFS-Büro. Die Sonne scheint mittlerweile ziemlich hell, mal gucken, wie es mit der Temperatur im australischen Winter aussieht…

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Morgen geht’s los!

2 Monate vor dem geplanten Ausreisetermin hat mich/ habe ich eine super nette Familie schließlich gefunden, auch noch in Sydney, wo ich unbedingt hinwollte. Beim Telefonat haben wir uns auf Anhieb verstanden. Eine kleine Tochter und nur 4 Tage die Woche arbeiten. Wir schreiben schon fleißig eMails und tauschen Fotos aus. Ich freue mich schon richtig auf meinen Aufenthalt in Down Under! Morgen geht es los, der Koffer ist gepackt (mit 2,5 kg Übergepäck…) und die letzten (hauptsächlich technischen) Vorbereitungen sind noch im Gange. Morgen melde ich mich dann ein letztes Mal aus good old Germany.

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Wie es weiterging…

Au Pair in Australien, aber wie? Alleine auf eigene Faust, Familien irgendwo im Internet suchen? Eine Freundin hat das gemacht. Sie hat wohl eine ganz nette Familie gefunden, hatte im Endeffekt aber trotzdem so einige Probleme. Die teure, aber dafür auch sichere Variante ist dann doch eine Organisation, die alles Mögliche regelt. Man muss sich also nicht mehr um die Flüge kümmern und sich keine Sorgen mehr darüber machen, ob man eine geeignete Familie findet. Beim Googeln trifft man auf verschiedene Organisationen, die größten sind wohl AIFS, iSt und Step in. Um für sich die beste zu finden, bleibt einem gar nichts anderes übrig, als zu vergleichen: Preise, Angebot für das Geld, mögliche Aufenthaltsdauer etc. Leider sucht man vergeblich nach unabhängigen Foren, auf denen ehemalige Au Pairs von ihren Erfahrungen berichten. Nach langem Überlegen fiel meine Wahl auf AIFS. Vom Preis her so ziemlich die teuerste, aber dafür bekommt man auch einiges geboten! Flüge, 6 Monate Au Pair, freiwillig 6 Monate zusätzlich Reisen bzw. Work & Travel, 7 Monate Auslandskrankenversicherung inklusive, freundliche Mitarbeiter und mithilfe eines Handbuches viele Tipps über das Visum, das Eröffnen eines australischen Bankkontos, das Leben als Au Pair… Sämtliche Unterlagen (Reisepass, Visum, polizeiliches  Führungszeugnis, internationaler Führerschein etc.) muss man jedoch selbst beantragen und sind im Preis nicht inbegriffen. Trotzdem ist der große Vorteil, dass man „an der Hand“ geführt wird. Etwas zeitaufwändig ist die Bewerbung, aber wenn man sich ranhält (!), hat man später keine Zeitprobleme (besonders während der Abiturvorbereitungen). Ich habe bis jetzt für alles zusammen ca. 3.000-3.100 € bezahlt. Wenn ich aber mal hochrechne, wie viel Taschengeld ich in dem halben Jahr verdienen werde, lohnt sich die Investition!

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Wie alles begann…

Herbst 2009, ungemütliches Wetter, Schulalltag, Abiprüfungen noch in scheinbar weiter Ferne und immer wieder diese quälende Frage: Was tun nach dem Abitur? Für mich war schon bald klar, dass ich einige Monate Auszeit nehmen möchte – und zwar im Ausland. Wichtig war mir dabei, dass ich viel sehe und meine Fremdsprachen perfektionieren kann. Ein englischsprachiges Land sollte es also sein. Aber als was überhaupt ins Ausland gehen? Als Tourist? – Lebenshaltungskosten zu teuer. Praktikum? – ebenfalls zu teuer. Work & Travel? – Kam zu der Zeit noch nicht in Frage. Letzte Möglichkeit: Au Pair.
Au Pair in Irland, England, schön in der Nähe, um gleich nach Hause zu können, wenn was sein sollte. Aber warum denn nicht mal etwas weiter weg? What about the United States of America… or what about Australia?! In den USA würde ich nur nach Florida wollen – keine Chance. So fiel dann langsam aber sicher die Entscheidung auf Australien.

Und jetzt ist es soweit: Anja goes Down Under!

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Bald ist es soweit!

Alle Vorbereitungen sind im Gange, das Visum beantragt, die Gastfamilie will mich und ich will sie. Nur noch wenige Wochen und ich bin in Sydney. Anja down under – down anja…

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