MELBOURNE 3

Ganz gemütlich habe ich mich fertig gemacht, gefrühstückt und bin losgelaufen. Zur Southbank. Ich habe – unrechtmäßig, wie ich glaube – nach meiner GOR-Tour einen Gutschein bekommen für The Edge (Die Ecke). Das ist ein Kasten, der aus dem Eureka Tower herausfährt und komplett aus Glas besteht. Dadurch soll der Effekt entstehen, man schwebe in der Luft. Naja, also bezahlt hätte ich dafür auch wirklich nichts, auch nicht für das zweitklassige Foto, das von einem geschossen wird. Völliger Quark! Immerhin habe ich ein Gummiband geschenkt bekommen, auf dem steht „I survived the EDGE“. Boah ey. Aber an sich war die Aussicht ganz ok von dort oben und das Wetter spielte wieder mit. Was ich lustig fand: Im Sydney Tower steht ein Briefkasten, der als höchste post box Australiens beschriftet ist. Einen solchen kann man komischerweise auch im Eureka Tower finden. Wieder ein Beweis dafür, dass Touristen immer wieder an der Nase herumgeführt werden.

Danach bin ich mit der Touri-Straßenbahn zu den Queen Victoria Markets gefahren. Da dieser schon sehr, sehr früh schließt, war ich gezwungen, weiterzufahren. Und zwar zu den Docklands. Dort war ich in Outlet Stores shoppen. Am Wasser war ein Weihnachtsbaum aus Bojen aufgebaut. Bei strahlendem Sonnenschein stand auch hier wieder überall „Merry Christmas“.

 

Als ich abends ins Hostel zurückkam, war das Zimmer natürlich nicht mehr so leer. Aber immerhin waren nette Leute eingezogen. Eine Deutsche um die 30 und eine junge Holländerin, Mea. Mit ihr habe ich mich ganz gut verstanden.

Wir haben zusammen How I Met Your Mother auf Englisch auf meinem Netbook angeguckt. Danach bin ich schlafen gegangen. Nur drei Menschen in einem Zimmer, das war Luxus.

Doch das war die Ruhe vor dem Sturm. Um ca. 3 Uhr nachts ging bzw. sprang die Tür auf, asiatisches Stimmengewirr drang durch meine müden Ohren und durch meine Augenlider nahm ich war, dass das Licht anging. Holter-die-polter wurden Koffer reingescharrt, die Betten quietschten lautstark, als sie bezogen wurden und dieses laute Geplapper. Mea und ich sind aufgestanden, haben uns aufgeregt und das Licht ausgemacht. Geht’s noch?

Um ca. 4 Uhr morgens, so erzählte mir später die Deutsche, sei die eine von der Truppe zurück ins Zimmer gekommen. Dass sie eine Stunde lang weg war, hatte ich nicht realisiert.

Von 4 Uhr bis 6 Uhr war Ruhe. Zumindest glaube ich das, ich habe zum Glück geschlafen.

Um ca. 6 Uhr morgens ging es wieder los. Ritsch-ratsch, bumm, peng. So schnell gegangen, wie sie gekommen sind, waren sie wieder weg. Naja, eigentlich waren sie sogar eher schneller weg. Drei Stunden nach Ankunft sind die alle schon wieder abgezogen. Sinn?? Wo bist du? Versteckst du dich mal wieder… Also man erlebt ja unglaublich viele schräge Dinge in solchen Hostels, aber dieses jene Hostel in Melbourne hatte alles überboten.

Category: While
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