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The Grampians

Ich hatte 4,5 Tage ich Melbourne, da ich neben der GOR-TOur noch eine nach Phillip Island buchen wollte. Dort leben hunderte Pinguine und man kann ihnen abends zuschauen, wie sie  vom Meer an Land kommen. Da die Insel anscheinend (ich weiß es jetzt natürlich allerdings nicht besser) sonst nicht viel zu bieten hat, habe ich mich umentschieden. Pinguine hatte ich schon auf Kangaroo Island, und zwar hautnah und nicht von einer Tribüne aus, auf der man keine Fotos machen darf.

Stattdessen habe ich mich für eine Tour zu den Grampians entschieden. Die Grampians sind Gebirge und Wälder und zu vergleichen mit den Blue Mountains von Sydney. Auch diese Tour hat sich wirklich gelohnt, aber eher, weil wir unheimlich viel Spaß hatten. Aufgrund des tollen Wetters, was sich natürlich pünktlich wieder verschlechtert hatte, haben wir nämlich nicht allzu viel gesehen. Es hat sogar noch mehr geregnet als zwei Tage zuvor. So sehr, dass wir an manchen Sehenswürdigkeiten gar nicht erst aus dem Bus ausgestiegen sind.

So haben wir via “Drive through” ein interessantes Gefängnis gesehen, in dem früher wohl nur Geisteskranke untergebracht wurden. Nach einem gemeinsamen Frühstück in einem langweiligen Kaff fuhren wir vorbei an einer Art Goldgräberstätte. Naja, eigentlich war es nur ein kleiner Fleck im Wald, an dem wohl immer mal wieder noch Gold gefunden wird. Vor wenigen Jahren war sogar ein Tourist fündig geworden! Aber wie gesagt, bei dem Regen wollte keiner aussteigen.

Bevor wir in die Berge fuhren, haben wir ein Aboriginal Cultural Centre oder sowas in der Art besucht. Dort konnte man sich mal wieder über die Kultur und Geschichte der Aboriginees informieren. Souvenirs gab es auch und so habe ich meinen ersten Boomerang gekauft(weil ich dachte, hier muss er ja von einem Aborigine selbst gemacht worden sein…naja, leider war auch dieses „Unikat“ später in hundertfacher Ausfertigung in anderen Touristenläden zu finden).

Anschließend sind wir zu einem schönen Aussichtspunkt gefahren, von dem aus man bei schönem Wetter wohl atemberaubende Landschaften sehen kann. Theoretisch. Früher als Kind wollte ich immer wissen, wie es ist, in einer Wolke zu sein. Spätestens an diesem Tag wusste ich es! Statt wunderschöner Landschaften bot sich uns ein Anblick weißer Wolkenpracht. Naja, dicke Wolkenwand trifft es schon eher. Wir haben teilweise ungelogen nur weiß gesehen.

Aber wie gesagt, wir waren eine lustige Truppe. Wir sollten uns einzeln per Mikro vorstellen und einen typischen Gegenstand unseres Landes mit einem Marker an unsere Fensterscheibe malen. Ich habe ein Bier gemalt.

Nächster Stop war ein großer Wasserfall, zu dem gefühlte 1000 Treppenstufen hinunter- und wieder hinaufführen. Der McKenzie Fall war sehenswert. Wir haben gute Fotos machen könnnen; einige sind sogar auf einem riesigen Steinbrocken geklettert, um die besten Motive zu bekommen.

Auf der Rückfahrt kam der Tourguide ganz schön „in Fahrt“. Er hat uns Quizfragen über Australien gestellt und herumgeblödelt mit den beiden Mädels aus Israel. Später erzählte er mir wohl jede Kleinigkeit aus seinem Privatleben. Armer Kerl, hat sonst niemanden.

Abends angekommen, wollte ich nur zu gerne noch etwas unternehmen. Ganz Melbourne schien auf der Straße zu sein, feiern und was trinken zu gehen. Das war einer der wenigen Momente, wo ich es schade fand, alleine zu reisen. Leider war die Holländerin aus meinem Zimmer an diesem Abend nicht im Hostel, sie wäre meine Rettung gewesen. Aber gut, es war ja auch eh zu kalt und zu nass draußen!

Am letzten Tag (Samstag) war mein Abflugtag. Ich hatte aber noch etwas Zeit, da der Flug erst am Nachmittag war. Also war ich kurz auf der Shopping Meile und habe in der Nähe bei McDoof gegessen (man kann dort an einem „self-service Kiosk“ bestellen). Dann bin ich noch einmal zum Queen Victoria Market gelaufen und habe noch so 2-3 kleine Souvenirs gekauft. Dieser Markt ist zu vergleichen mit dem Paddy’s Market von Sydney. Als ich damit fertig war, wusste ich endgültig nicht mehr, was ich noch machen sollte. Irgendwann bin ich einfach zurück zum Hostel gefahren, habe meine Koffer geholt und bin viel zu früh mit dem Bus zum Flughafen gefahren. Ich hatte Qantas gebucht und da gab es ein großes, leckeres Abendessen. Übrigens sind Virgin Blue und Jetstar nicht immer die billigsten Airlines.

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MELBOURNE 3

Ganz gemütlich habe ich mich fertig gemacht, gefrühstückt und bin losgelaufen. Zur Southbank. Ich habe – unrechtmäßig, wie ich glaube – nach meiner GOR-Tour einen Gutschein bekommen für The Edge (Die Ecke). Das ist ein Kasten, der aus dem Eureka Tower herausfährt und komplett aus Glas besteht. Dadurch soll der Effekt entstehen, man schwebe in der Luft. Naja, also bezahlt hätte ich dafür auch wirklich nichts, auch nicht für das zweitklassige Foto, das von einem geschossen wird. Völliger Quark! Immerhin habe ich ein Gummiband geschenkt bekommen, auf dem steht „I survived the EDGE“. Boah ey. Aber an sich war die Aussicht ganz ok von dort oben und das Wetter spielte wieder mit. Was ich lustig fand: Im Sydney Tower steht ein Briefkasten, der als höchste post box Australiens beschriftet ist. Einen solchen kann man komischerweise auch im Eureka Tower finden. Wieder ein Beweis dafür, dass Touristen immer wieder an der Nase herumgeführt werden.

Danach bin ich mit der Touri-Straßenbahn zu den Queen Victoria Markets gefahren. Da dieser schon sehr, sehr früh schließt, war ich gezwungen, weiterzufahren. Und zwar zu den Docklands. Dort war ich in Outlet Stores shoppen. Am Wasser war ein Weihnachtsbaum aus Bojen aufgebaut. Bei strahlendem Sonnenschein stand auch hier wieder überall „Merry Christmas“.

 

Als ich abends ins Hostel zurückkam, war das Zimmer natürlich nicht mehr so leer. Aber immerhin waren nette Leute eingezogen. Eine Deutsche um die 30 und eine junge Holländerin, Mea. Mit ihr habe ich mich ganz gut verstanden.

Wir haben zusammen How I Met Your Mother auf Englisch auf meinem Netbook angeguckt. Danach bin ich schlafen gegangen. Nur drei Menschen in einem Zimmer, das war Luxus.

Doch das war die Ruhe vor dem Sturm. Um ca. 3 Uhr nachts ging bzw. sprang die Tür auf, asiatisches Stimmengewirr drang durch meine müden Ohren und durch meine Augenlider nahm ich war, dass das Licht anging. Holter-die-polter wurden Koffer reingescharrt, die Betten quietschten lautstark, als sie bezogen wurden und dieses laute Geplapper. Mea und ich sind aufgestanden, haben uns aufgeregt und das Licht ausgemacht. Geht’s noch?

Um ca. 4 Uhr morgens, so erzählte mir später die Deutsche, sei die eine von der Truppe zurück ins Zimmer gekommen. Dass sie eine Stunde lang weg war, hatte ich nicht realisiert.

Von 4 Uhr bis 6 Uhr war Ruhe. Zumindest glaube ich das, ich habe zum Glück geschlafen.

Um ca. 6 Uhr morgens ging es wieder los. Ritsch-ratsch, bumm, peng. So schnell gegangen, wie sie gekommen sind, waren sie wieder weg. Naja, eigentlich waren sie sogar eher schneller weg. Drei Stunden nach Ankunft sind die alle schon wieder abgezogen. Sinn?? Wo bist du? Versteckst du dich mal wieder… Also man erlebt ja unglaublich viele schräge Dinge in solchen Hostels, aber dieses jene Hostel in Melbourne hatte alles überboten.

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Great Ocean Road

Nach meiner interessanten Krankenhauserfahrung bin ich mit dem Taxi zurück zum Hostel gefahren und habe mich in die endlich geöffnete Küche gesetzt und gefrühstückt. Es war mittlerweile nämlich schon so spät, dass nur noch knappe 2 Stunden von meiner ersten Nacht in Melbourne übrig geblieben sind.

Nach dem Frühstück (natürlich leckere Oats (Haferflocken), die ich mir am “Vortag” gekauft hatte) bin ich dann schon zum Treffpunkt für die Tour gelaufen. Der Bus hatte natürlich erst mal Verspätung…Als ich an der Reihe war, einzusteigen, stand ich nicht auf der Liste. Der Tourguide hat bei seiner Agentur angerufen und es hat sich herausgestellt, dass die einen Fehler gemacht und mich für den nächsten Tag eingebucht haben. Ich hatte also die Wahl, wann ich auf Tour gehen möchte. Da ich schon mal am Treffpunkt war, entschied ich mich, gleich – wie eigentlich geplant – mitzufahren. Ich hab mich natürlich gleich wieder nach vorne auf den Beifahrersitz gesetzt. Erster Halt: YHA-Hostel, um noch ein paar Leute abzuholen…Toll, hätte ich nicht so weit laufen müssen! Melbourne, ich sach’s euch.

Aber nun endlich ging es los, auf zur Great Ocean Road. Keine 5 Minuten, nachdem wir losgefahren sind, fing es an, zu regnen. Es hat dann eigentlich an dem Tag auch nicht mehr wirklich aufgehört.

 

Wir haben an diesem Tag die wichtigsten Stationen abgeklappert. Da war der  Anfangspunkt mit einem Denkmal für die Erbauer der GOR, Bells Beach und Lorne, wo wir unser Picknick zu uns nahmen. Zwischendurch hielten wir mal an, um noch Fotos zu schießen, aber leider war es einfach zu nass und duster, als dass man schöne Bilder machen könnte. Auch auf dieser Tour haben wir wieder Koalas und bunte Vögel gesehen. In Apollo Bay gab es dann Mittagessen und wir konnten uns ein wenig das berühmte Kaff ansehen. Es ist nicht sehr spannend dort bei Regen, aber immerhin habe ich endlich meine Magnetics bekommen.

Als ob wir nicht schon nass genug waren, fuhren wir auch noch an einem Regenwald vorbei, in dem wir einen kleinen Walk gemacht haben. Ganz große Bäume gibt es da. Um das ganze authentischer zu gestalten, hat es angefangen, nochmal richtig zu regnen. Ich war generell nicht wirklich gut gekleidet für so viel Regen (und Kälte!), denn ich hatte nicht mal eine lange Hose angezogen. Und eine Regenjacke besitze ich überhaupt nicht. Also wirklich, eine gute, dünne Regenjacke ist das erste, was in den Koffer für Australien gehört! Gleich danach folgen feste, wasserdichte Schuhe. Ich meine, mit meinen schwarzen Wunder-Ballerinas von Deichmann bin ich schon durch so manche Witterung gelaufen, aber besonders warm und trocken ist diese Schuhwahl natürlich nicht.

Beim nächsten Stop wurde es endlich richtig spannend: die Twelve Apostels, die neben dem Opera House und Uluru zu den berühmtesten Fotomotiven Australiens zählen. Auch hier brach die Sonne nicht durch die Wolkendecke, aber beeindruckend was es trotzdem. Ich habe viele Fotos von den Felsformationen gemacht. Mittlerweile sind es allerdings gar nicht mehr 12 Apostel, da die Witterung und das peitschende Meer einige schon verschluckt haben. Der nächste interessante Halt war beim Loch Ard Gorge, eine historische kleine Bucht, zu der man hinunter steigen kann. Dort hat mich der Tourguide beim Sand sammeln erwischt :-P In der Nähe sei vor vielen Jahren ein Schiff gekentert, zwei Überlebende – Männlein und Weiblein – konnten sich in der Bucht retten. Drumherum gibt es heute einige Wanderwege. So wie die Landschaft aussieht, muss es dort vor wenigen Jahren ein Bushfire gegeben haben.

Die London Bridge ist das letzte Highlight auf der Tour. Das ist eine weitere Felsformation, die bis vor wenigen Jahren aussah wie eine Brücke. Mittlerweile ist auch sie eingebrochen.

Leider hing alles an diesem Tag in einem Wolkenschleier, aber ich war da und hab’s gesehn. Und meiner Meinung nach ist ein Tag auch genug. Die wichtigsten Strecken, die auch direkt am Meer entlangführen, sind eh auf der ersten Hälfte von Melbourne nach Adelaide zu finden.

 

Von der weiteren Rückfahrt nach Melbourne ist nicht viel hängengeblieben, da ich mittlerweile über 40 Stunden wach war und mit Sekundenschläfen kämpfen musste. Es ist nicht mehr weit, habe ich mir immer eingeredet. Am nächsten Tag hatte ich außerdem „frei“, also würde ich sofort ins Bett gehen und schlafen, bis ich ausgeschlafen bin. Soweit es eben mit 5 room mates ging.

So habe ich das dann auch gemacht. Als wir endlich beim Hostel angekommen sind, habe ich mich von diesem Tourguide (der war irgendwie komisch) und den anderen Leuten verabschiedet, habe noch eine Kleinigkeit gegessen und bin schlafen gegangen. Zum Glück war keiner im Zimmer zu der Zeit. Aber natürlich hat sich das auch sehr schnell geändert. Nach ungefähr einer Stunde kam die Señora española vom Vorabend rein und hat ich-weiß-nich-was getrieben. Unter meinem Bett befanden sich meine und auch ihre Abschließfächer und die ließen sich immer nur mit Gewalt wieder schließen. Gefühlte 20 Mal ging sie da dran. Nur Bohrmaschinen sind schlimmer. Sie hat sich tausendmal entschuldigt, aber ich habe das eh alles nur im Halbschlaf mitbekommen.

Ich bin dann noch 2-3 Mal aufgewacht, aber schließlich habe ich durchgeschlafen bis halb 10. Dass ich keinen Wecker brauchen würde, war mir ja klar. So ziemlich jeder im Zimmer fing “Das große Packen” an. Tür auf, Tür zu, hier ein ratsch, da ein zip, dort noch ein undefinierbares klacken und zum Schluss noch die obligatorische Durchsage durch die Lautsprecher, dass jetzt gleich check-out time ist…Eine wahre Freude. Aber das Beste dieses Mal daran: Um ungefähr 10 Uhr war ich alleine auf dem Zimmer. Juhuu, endlich! Erst dann habe ich mich auch aus dem Bett herausgetraut. Aber Momemt mal, sind die wirklich alle weg? Hier liegt noch so viel Zeug rum…Aber tatsächlich, die hatten einfach viel liegenlassen. Gut für mich, ich habe erst mal alles Nützliche eingesammelt: Noch verschlossene Cracker mit Käsedip, ganz viele Gefrier-Ziptüten und und und. Ist ja wie Weihnachten!

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MELBOURNE 2

Nachtrag zu meiner Stadttour:

Die ging los am Ufer des Yarra-Flusses mit Blick auf interessante Brücken, die Southbank und den Eureka Tower, dem zweithöchsten Wolkenkratzer Australiens (auf dem höchsten in Surfers Paradise war ich natürlich auch). An der schönen Fassade der berühmten Flinders Street Station vorbei bin ich zum Federation Square gekommen. Das scheint eine Art Treffpunkt für Jugendliche und Touristengruppen zu sein. Nachdem ich ein paar Fotos von dem interessanten Platz geschossen habe, bin ich noch ein Stückchen weitergelaufen, um bei den Fitzroy Gardens das zu Hause von James Cook’s Eltern mir mal anzugucken. Es soll wohl das Original-Haus sein, das aufwendig mit dem Schiff von England hierher gebracht wurde. Das Cook’s Cottage ist begehbar. War mal interessant zu sehen, wie man so im 18. Jahrhundert lebte. Verkleiden konnte man sich sogar mit kolonialer Mode, wenn man Lust auf Läuse hatte. Auch hier wieder der Vorteil: mit der YHA-Karte gibt es Rabatt auf den Eintritt. Auf dem Weg zurück in die Stadt bin ich an einer deutschen Kirche vorbeigekommen, erbaut 1847.

Die letzten Sehenswürdigkeiten für Tag 1 waren: das Parliament House von Victoria, das leerstehende Gebäude, wo früher das Hard Rock Cafe war (ich wollte nur sichergehen, dass es das wirklich nicht mehr gibt), China Town, wobei es dieses Mal wohl nur um eine einzige große Straße handelt, verschiedene sogenannte Arcades, ein altes Gefängnis (welches ich nicht besucht habe, da ich ja erst 3 Monate zuvor in Fremantle war), die Ice Lounge (da bin ich zufällig vorbeigekommen; das ist eine Bar aus Eis), viele kleine und große Theatergebäude, die Staatsbibliothek, die eine tolle Decke aus Fensterglas hat und natürlich die Einkaufsstraße von Melbourne, die Bourke Street. Dort hatte sich das große MEYER-Kaufhaus zu Weihnachten was Besonderes ausgedacht: In seinen großen Schaufenstern konnte man die komplette Geschichte vom Nussknacker sehen und hören. Puppen bewegten sich und eine Stimme erzählte. Da war ein Andrang!

Mittlerweile war es Abend, die Bürgersteige wurden auch hier mittlerweile hochgeklappt und ich brauchte noch Verpflegung für die nächsten Tage. Also habe ich einen Großeinkauf bei Woolworths gemacht. Ein Fehler, wenn ich bedenke, dass ich den ganzen Tag schon laufe, meine körperliche Verfassung also nicht gerade die beste war, ich keine vernünftige Einkaufstasche dabeihatte und der Weg zum Hostel mindestens eine Viertelstunde dauern würde. Ich hatte volle Einkaufstüten und besonders die ganzen Trinkflaschen gaben mir den Rest. Durch diese blöde quadratische Straßenanordnung zog sich der Weg auch noch unnötig in die Länge. Kurz vor dem Hostel fragte mich eine Backpackerin, ob sie mir helfen kann. Ihr ist auch nicht entgangen, dass diese berühmten australischen Einkaufs-Plastiktüten innerhalb den nächsten Meter ihr zeitliches segnen würden. Naja, wie ich halt bin, meinte ich, thanks but no thanks.

Endlich angekommen, habe ich mir meine leckeren Asia-Nudeln von Papas Survivalpack geschnappt und mein Abendessen gekocht. Da sich in diesem Hostel auf jeder Ebene eine eigene kleine Küche befindet, war es ganz gemütlich an dem kleinen Tisch. Ich bin dabei mit einigen ins Gespräch gekommen. Da war eine Chinesin, eine Italienerin und eine Spanierin. Letztere war übrigens meine Zimmernachbarin und die Chinesin wollte mir vorher beim Tragen helfen. Das war ganz interessant, was die so erzählt haben. Mich interessiert ja immer, was man mit Ende Zwanzig-, Anfang Dreißig in Australien so treibt. Für Au Pairs sind die ja eigentlich schon zu alt, oder? Die eine möchte einfach nur ein paar Monate reisen und arbeiten, die nächste hat gerade Semesterferien oder sowas und die andere hat eigentlich keine Ahnung, was sie hier macht. Nach dem Essen sind wir alle so langsam ins Bett gegangen (, bis auf die Italienerin, die hat einen anderen Gesprächspartner von irgendwo anders aus der Welt gefunden).

Das war mein erster Tag in Melbourne. Was in der Nacht passiert ist, wisst ihr ja schon.

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