War eine richtig tolle Tour! Mit den (gerade mal) 17 Leuten zwei Tage lang um die Insel zu fahren, hat echt Spaß gemacht.
Erst hatte ich ja gar keine Zeit für Kangaroo Island, was mich ein wenig bedrückt hat, weil mir die Insel immer wieder über den Weg gelaufen ist. Anika und Kaddi fanden es total toll dort, jeder Reiseführer empfiehlt einen Besuch und und und.. Zum Glück hat es sich ja dann doch noch ergeben, dass ich zwei Tage früher fliegen konnte und somit zwei Tage für KI zur
Verfügung hatte. Also habe ich mich nach Touren umgeguckt und eine gefunden; und die Tour gab es sogar zum Sonderpreis (3 Tage später nicht mehr
). Es hat sich also, wie gesagt, echt gelohnt! PickUp-Time war natürlich wieder in aller Herrgottsfrühe, aber ich beklage mich ja nicht. Den Koffer hab ich im Hostel gelassen und nur meine neue RipCurl-Re
isetasche und meinen Rucksack mit den wichtigsten Sachen, inkl. Wertsachen, mitgenommen. Der Tourguide Tony war so ein „cooler“ Surfertyp. Ich hab mir in dem Bus gleich die vorderste Bank geschnappt und neben mir saß glücklicherweise nur mein Rucksack und meine Kameraausrüstung. Nach dem letzten PickUp mussten wir erst mal zwei (oder noch mehr) Stunden zur Fähre fahren. Ich war todmüde, auch wenn ich schon um 9 im Bett war, aber dieser Bus und dieses Geschunkel ist sehr ermüdend
Die Fähre hat eine knappe Stunde gedauert. Mich hat ein Mädel von unserer Gruppe angesprochen, ob sie und noch ein paar andere sich neben mich setzen könnten. Es hat sich herausgestellt, dass sie und ihre Schwester aus der Schweiz ko
mmen und die anderen beiden Mädels Deutsche sind. Die eine Schweizerin ist schon 8 Monate hier, Schwester kam sie besuchen, die beiden Deutschen machen seit 2 Monaten Work&Travel. Endlich auf der drittgrößten Insel Australiens angekommen, empfing uns glasklares Wasser und weißer Sandstrand…Meine Welt
Der erste Stop war ein Supermarkt und der Bottleshop (fü
r ein paar Bierchen am Lagerfeuer). Danach sind wir zu dem Strand gefahren, wo die ersten Siedler unter Matthew Flinders gelandet sind und dachten, sie hätten das Festland erreicht. Die Kerle haben der Insel auch den Namen gegeben: als sie ankamen, waren sie ausgehungert und suchten sofort nach Nahrung. Das erste Tier, das sie gesehen haben, hat ihnen dann das Leben gerettet, das Känguru. Von dort aus sind wir ich-weiß-nicht-wie-viele Stufen zu einem Aussichtspunkt hochgetigert. Ich hasse Treppensteigen! Aber man hat eine ganz schöne Aussicht von da oben über die ganze Insel.
Halbe Stunde hochlaufen, 10 Minuten Fotos und Videos machen, 20 Minuten wieder runter…ungefähr. Nach einiger Fahrt quer über die Insel folgte ein Besuch bei einer doch relativ wichtigen Eukalyptusöl Distillery (Emuöl gab’s auch), bei der eine kleine DVD gezeigt w
urde, um nicht jeder Reisetruppe den gleichen Kram immer und immer wieder erzählen zu müssen. Als geübter „Pinnacle Studio“-User ist mir natürlich sofort aufgefallen, mit welchem Programm diese DVD erstellt wurde; nicht zuletzt weil ich die gleiche Musik auch schon verwendet habe
Es gab ansonsten eine Menge Öle und Cr
emes zu begutachten und man ist auch nicht daran vorbeigegangen, ohne eine kleine Probe davon zu kaufen…Kann man ja immer mal gebrauchen, sagt man sich da, und es sieht auch ganz schön aus in der Vitrine. Dort habe ich übrigens mein erstes Emu gesehen.
Danach haben wir einen kleinen Abstecher zu unserer Unterku
nft gemacht, ein Schuppen, umzingelt von mähenden Schafen. Die Zimmer waren ansonsten nicht anders als im Hostel. Wir hatten sogar „freie“ Verpflegung aus dem riesigen Vorratsschrank. Ich hab mir erst mal Hot Chocolate mit Marshmallows gemacht. Es war nämlich ziemlich kalt, besonders der Wind war eisig. Hallo, Frühling, wo bist du?
Nach dem Mittagessen (ich schaffe es immer wieder, zu spät zu sein, wenn es darum geht, wer was vorbereitet…Das tut mir ja leid, aber wenn sich alle darum kloppen, Karotten zu schälen oder das Fleisch zu braten und für mich kein Job mehr übrig ist, wenn ich eine Minute später dazukomme, kann ich auch nichts dafür.
Selbst zum Abwaschen und Abtrocknen bin ich dann zu spät, weil die alle das Essen in sich reinschlingen…nicht mein Problem) sind wir zu einem Koala-Walk gefahren, um in ein paar aneinandergereihten Bäumen Koalas zu suchen. Waren auch ziemlich viele davon da! Ein paar faule Kangaroos lagen auch rum. Nächster Stop sollten die Remarkable Rocks sein,
komische Fels- und Steinformationen an der Küste. So ging es also vorbei an komischen KI-Gänsen, von Buschbränden verödeten Wäldern und achterbahnartigen Straßen zur Steilküste, wo wir mal wieder von eisigem Wind in Empfang genommen wurden. Es hat aber viel Spaß gemacht, weil unser Tourguide uns alle möglichen Stellen gezeigt hat, wo man lus
tige Fotos machen kann. Eine Bucht weiter konnten wir dann noch Neuseeländische Seelöwen beobachten. Es war leider mittlerweile Winter von den Temperaturen her, weil auch noch die Sonne untergegangen war…Dann wollten die auch alle noch ewig dableiben, um auf Haie zu warten…Oh Mann, kam natürlich keiner. Zum Abschluss dieses schönen, aber anstrengenden Tages sind wir zu einem Strand gefahren, wo man Pinguine sehen kann. Wir haben auch tatsächlich ein paar gefunden
Und was fast noch schöner war, war der Sternenhimmel! Ich glaube, da habe ich zum ersten Mal die Milchstraße gesehen…Sooo schön…
Auf dem Weg zu unserem Mini-Bauernhof, sind wir einigen Kängurus und Wallabies am Straßenrand begegnet, zwei von denen sind sogar eine Zeit lang vor uns hergehoppelt, dass es so aussah, als wollten sie uns den Weg zeigen.
Zum Abendessen gab es Spaghetti mit selbstgemachter Soße. Wir saßen dann alle um das Lagerfeuer und haben uns im Didgeridoo-Spielen versucht…Ging bei mir nur daneben, bis ich mal das Instrument gewechselt habe, dann kam auch mal ein richtiger
Ton raus.
Am nächsten Morgen gab es Bacon & Eggs vom Grill, sowie Pancakes, ebenfalls von Grill
Sandboarding stand an, mal wieder. Ich hatte das ja schon mal in Lancellin bei Perth versucht, hat mir aber ni
cht wirklich Spaß gemacht. Und jetzt war auch noch der Sand nass und kalt. Ne, muss nich sein, manchmal bin ich lieber nur der Fotograf… Nach einer halben Ewigkeit sind wir weitergefahren zu den diesmal australischen Seelöwen. Faule Säcke! Aber mal ehrlich, welches aus
tralische Tier ist eigentlich nicht faul? Koalas, alle Arten von Kängurus, Seelöwen…Fett sind die auch noch, aber auch süß irgendwie, wie die sich so aneinanderkuscheln. Um unsere Tierpalette noch weiter aufzufüllen, haben wir danach eine Birdshow besucht. Eigentlich interessieren mich Vögel nicht wirklich, aber der Kerl war so begeistert von seinen Schützlingen, dass es richtig Spaß gemacht hat, dem zuzuhören! „Na komm mal wieder her du Racker…willst du grad nicht? Ok, dann warte ich halt meine Süße“ etc. Und die Vögel waren auch interessanter als die europäischen 0815-Vögel. Da hat der eine einen Schnabel wie ein Frosch, der andere „lacht“ und hört sich eher an wie ein Affe.
Und der große Outback-Adler war natürlich auch sehr beeindruckend.
Danach gab es die Möglichkeit entweder Quad zu fahren (für weitere 60$ -.-) oder einen Strandspaziergang zu machen. Da ich noch Sand brauchte, habe ich mich für den Strand entschieden. Gute Entscheid
ung. So ein schöner Strand! Kajak kann man da auch fahren, aber leider erst im Sommer
Zum Mittag gab es Kängurufleisch. Ich hatte mir ja vorgenommen, es nicht zu probieren. Aber jetzt war es ja schon mal tot und die hätten die Reste sonst eh weggeschmissen. Aber ich muss sagen, mir sind die ganze Zeit kleine Kängurus im Kopf
rumgehoppelt. Und es schmeckt überhaupt nicht! Und zäh ist es auch noch. No, thanks.
Abschluss unserer großen Tour war eine – im Vergleich zu z.B. Mallorca – ziemlich kleine Tropfsteinhöhle und eine noch kürzere Tour
hindurch. Ich habe da die Schweizerin aus meinem Zimmer in Adelaide wiedergetroffen.. Nicht nur die Welt ist klein, Australien ist es auch.
Naja, der Tony hat dann doch noch einen draufgelegt und der wirkliche Abschluss war dann eine Pelikanfütterung. Da konnte man sich auf die Felsen setzen und einem lustigen alten Mann zugucken, wie er 30-40 riesige Pelikane füttert. Da haben dann zwei andere Pelikane versucht, dem einen das Fressen wieder aus dem Maul/Schnabel zu schnappen. Große, ausgewachsene Hochseemöwen waren auch da.
Das war sie dann also, meine 2-Tages-Tour, die mir wie mindestens 4 vorkamen. Wir haben so viel gesehen und erlebt! Und die Tiere… Kängurus, Wallabies , Koalas, verschiedene Seelöwen, Pinguine, Emus, australische Gänse und Schafe und alle möglichen Vögel. Es hat sich also richtig gelohnt, auch wenn das Wetter leider nicht wirklich mitgespielt hat. Und Glück hatte ich auch noch, denn eigentlich sind die Vogelshow und die Höhlentour nur ganz selten dabei bzw. gar nicht inbegriffen, das macht der Tony wohl nur ganz selten.







































































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