Montag: Ein ganz normaler Arbeitstag. Einziges Highl
ight war, dass Anja mich mit einem ihrer Jungs besuchen kam und wir vier dann zusammen auf den Spielplatz gegangen sind.
Dienstag: Ganz
normaler Arbeitstag. Seit dieser Woche haben wir endlich schönes Wetter! Im Radio haben die schon gesagt, es sei der kälteste Frühling seit 7 Jahren, was ich nur bestätigen kann… Jedenfalls lege ich mich jetzt immer in die Sonne, wenn Holly schläft. Schööön

Mittwoch: Steph kam zurück von ihrer Konferenz. Sie war 3 Tage weg, aber jetzt ist endlich alles vorbei. Da bin ich so froh drum! Sie ist nicht mehr so im Stress und wir verstehen und wieder super nach meiner Krankheit.
Abends h
abe ich mich mit Anja getroffen und wir sind zu einem Freund ihrer Hostfamily gegangen. Er hat uns zum Essen eingeladen. Es gab selbstgemachte Nudeln. Der Abend war ganz nett, der Typ etwas komisch. Er ist Anfang 30 und lebt mit 3 anderen in einer WG. Dieses Haus ist aber einfach so heruntergekomm
en und eklig. Wenn ich da wohnen müsste, würde ich lieber auf der Straße schlafen. Aber gut, die Pasta war lecker und ich weiß jetzt wenigstens, wie man Nudeln macht.
Donnerstag: Morgens war ich tatsächlich schwimmen im Olympic Park! Ich habe fast verschlafen. Mein Wecker ging nicht an und ich habe geträumt, dass ich verschlafen würde und ich nur noch 3 Minuten Zeit hätte, um mich fertig zu machen. Geträumt, passiert. Ich hatte wirklich nur noch 5 Minuten, als ich aufgewacht bin. Also bin schnell aus dem Bett gesprungen, habe meinen Bikini angezogen und einen Joghurt aus dem Kühlschrank geschnappt und schon sind wir losgefahren. Waren wie letztes Mal natürlich trotzdem zu spät, aber ich konnte schwimmen
Wie lange ich das nicht mehr gemacht habe… Dementsprechend war ich nach 4 Bahnen total K.O. Aber Holly’s Kurs geht ja eh nur 20 Minuten. Danach habe ich mich nur noch in die Sonne gelegt; es wird wirklich wärmer.
Abends bin ich mal wieder mit Anja ins Kino gegangen. Ich habe wieder das Auto genommen. Das mit der Vorfahrt ist so eine Sache. Wenn kein Schild zu sehen ist, gebe ich jedem vorsichtshalber seine Vorfahrt. Außerdem ist die ganze Zeit Polizei hinter mir gewesen. Den Film haben wir uns eigentlich nur angeguckt, weil Steph mir wieder einen Gutschein gegeben hat. Charlie St. Cloud mit Zac Efron. Dieser Film war ja mal so langweilig. Zum Glück hatten wir beide das Kino ganz für uns alleine, dass wir es uns gemütlich gemacht und uns die ganze Zeit über den Film lustig gemacht haben. Technisch ist der Film top, inhaltlich will ich mich nur kurz fassen: Zac Efron und sein „body“ waren das Hauptthema.
Freitag: Partytime! Clint ist abends mit seinen Kumpels feiern gegangen, um in seinen 35. Geburtstag reinzufeiern und ich habe mich auch fertig gemacht für Party. Ich war mit Anja und Nina (ich habe sie vor ein paar Wochen über Anja kennengelernt) in der Stadt verabredet. Wir wollten (das erste Mal) in Sydney richtig feiern gehen. Ich hatte ganz arge Probleme mit meinem Outfit, denn hier feiert man definitiv anders als in Deutschland. So ziemlich jedes Mädchen hat ein Kleid an, schwarze Strumpfhose und Highheels mit Pfennigabsatz. Mit Steph’s Modeberatung hatte ich schließlich mein neues schwarzes Kleid an, das eigentlich für Silvester gedacht war. Aber in Syndey muss alles ein bisschen extravagant sein.
Wir sind zuerst in eine Sportsbar gegangen und haben Bierchen getrunken. Die Bar ist auf verschiedene „floors“ aufgeteilt und wir waren auf der Dachterasse. Das war richtig schön, unter freiem Himmel und zwischen den Hochhäusern zu sitzen. Nächstes Mal gehen wir da bestimmt wieder hin. Danach sind wir in den wohl bekanntesten Club Sydneys gegangen: das Ivy.
Reingekommen sind wir ziemlich schnell und bezahlen mussten wir nicht, da der Eintritt freitags frei ist. Der Club ist ebenfalls auf verschiedene Floors aufgeteilt und in der Mitte ist Open Air. Das heißt, man tanzt mehr oder weniger unter freiem Himmel. Man sollte also nicht unbedingt hingehen, wenn es regnet. Der DJ war anfangs ganz gut und hat meine Musik gespielt: House. So langsam ist er zu R’n’B übergegangen und blieb auch dabei. Es ist nicht nur so, dass ich die Musik nicht mag, sondern ich kann einfach nicht darauf tanzen. Nach einer halben Ewigkeit sind wir ein bisschen enttäuscht gegangen und haben noch lecker bei Hungry Jack’s (Burger King) gegessen. Als wir uns auf den Weg zum Nachtbus gemacht haben, haben wir Housemusik aus dem Ivy gehört…Toll…
Die Nachtbusse sind echt klasse. Die fahren praktisch die ganze Nacht und überall hin, wo auch der Zug tagsüber hinfährt. Anja und ich konnten den gleichen nehmen, da wir ja nicht weit auseinander wohnen. Leider habe ich kein „Day Return“-Ticket gekauft, denn damit kann man auch in dem Night Ride Bus einsteigen. So hat es mich etwas mehr gekostet, aber wenigstens konnte ich beim Busfahrer noch ein Ticket kaufen. Der Nachtbus ist echt lustig, denn man sieht die schrägsten Vögel. Besoffene Jungs, bunt angezogene Schwule, hängende Köpfe von allerlei schlafenden Menschen, die aussehen wie diese Wackeldackel und und und. Von Ashfield aus muss ich normalerweise noch den Bus nehmen. Der fuhr um die Uhrzeit natürlich nicht mehr, also habe ich nicht lange rumgemacht und ein Taxi genommen und war um 3 zu Hause. War aber echt mal eine Erfahrung!
Samstag: Lange Ausschlafen nach der Nacht war nicht drin, denn ich war mit dem Strand verabredet
Anja
und ich haben die Fähre nach Manly genommen. Dieser Ort ist zwar total touristisch, aber der Strand ist einfach herrlich! In Deutschland kennen einige vielleicht Bondi Beach, jedoch kaum einer hat schon mal was von Manly gehört. Ich finde den Strand viel schöner als Bondi, auch wenn ich nicht mal genau sagen kann, woran das liegt.
Man kann in Manly nicht nur faul am Strand liegen oder in den großen Wellen baden, sondern auch viel, viel Geld loswerden. Jede Surfermarke, die es gibt, ist in Manly vertreten, es ist sozusagen ein kleines Shoppingparadies.
Wir haben uns mit Nina und einem anderen Au Pair getroffen. Letztere hat bei Anjas Familie eine Woche lang gewohnt, weil ihre Hostfamily sie noch nicht aufnehmen konnte oder so was in der Art. Dieses „Mädel“ ist schon 26 und strohdoof, richtig merkwürdig und fast schon gruselig. Aber sie will immer überall dabei sein. Boah, es gibt Geschichten über die, darüber könnte man ein ganzes Buch schreiben. Sie ist natürlich auch Lästerthema Nr. 1 unter uns geworden.
Wie auch immer, wir hatten super schönes Wetter: Sonne, 27° und zur Abwechslung mal keinen Wind.
Nur leider war aber für den Nachmittag schlechtes Wetter angesagt. Ich hab nach 10 Minuten am Strand zu Anja gesagt, wenn ich jetzt nicht ins Wasser gehe, gehe ich gar nicht. Und so sind wir beide ins eiskalte aber so wunderbare Wasser gegangen. Es hat so viel Spaß gemacht mit den teilweise riesigen Wellen! Aber immer daran denken: Between the flags. Man darf nur zwischen den rot-gelben Fahnen schwimmen, in den anderen Bereichen ist sehr starke Strömung. Aber zum Glück gibt es ganz viele lifeguards, die aufpassen, dass dort keiner ins Wasser geht.
Später zog es tatsächlich zu. Dicke Gewitterwolken hingen schon am Himmel. Die haben mich aber eher weniger gestört, denn ich hatte einen Rückschlag…Durchfall ist das Schlimmste, was einem am Strand passieren kann. Zum Glück gibt es in Australien an jeder Ecke öffentliche Toiletten, sogar am Strand. Ich hatte natürlich alle meine Tabletten nicht mit an den Strand genommen, wer rechnet auch damit. Also bin ich schnell zur Apotheke gelaufen und habe mir neue Tabletten gekauft. Ich habe keine Ahnung, wo das schon wieder herkam, aber es geht mir langsam auf den Keks. Ich bin allerdings nicht die einzige, die Magen-Darm-Probleme hat. Alle deutschen Au Pairs kämpfen mit aufgeblähten Bäuchen und Ähnlichem. Wahrscheinlich merkt der Körper nach drei Monaten, dass ihm etwas fehlt, irgendwas, was man Deutschland sonst immer zu sich nimmt, keine Ahnung…
Da es dann aus Kübeln geregnet hat und mir es ja nicht so gut ging, ist unsere Shoppingtour „ins Wasser gefallen“ und wir haben die Fähre zurück genommen. Trotzdem hatten wir einen schönen Tag und ich war endlich im Meer baden
Sonntag: fauler Tag im Bett mit Ausschlafen und so. Es regnet sowieso mal wieder… Heute werde ich wohl weiter meine nächsten Touren planen. Denn nächste Woche bin ich schon wieder im Urlaub! Mit der Family in Port Macquarie für 4 Tage. Ich habe mich schon für einen Surfkurs angemeldet. Der geht zwar nur 2 Stunden, aber das reicht mir. Und ich kann sagen, dass ich es wenigstens ausprobiert habe. Ich hoffe jedenfalls, dass das Wetter einigermaßen mitspielt.
Die nächste Tour ist dann Melbourne und Umgebung. Im Dezember fahren wir wahrscheinlich nicht nur eine Woche an die Goldcoast, sondern zwei. Und größte Neuigkeit: Meine Mama kommt mich besuchen und wir machen zusammen die Eastcoast-Tour und fliegen zusammen dann zurück nach Deutschland! Ich freue mich so
































































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