Im Osten (Australiens) nichts neues

Da bin ich mal wieder…Die Faulheit hatte die letzten Tage wohl gesiegt…Mir geht es immer noch gut und alles ist in Ordnung, aber es gibt wirklich nicht viel zu erzählen…

Letzte Woche war ziemlich anstrengend, denn diesmal waren es 5 Tage am Stück. Steph muss eine große Veranstaltung mit ca. 300 Leuten fast alleine organisieren und das in den nächsten 2 Monaten. Das bedeutet also viel Stress für sie. Letzten Freitag habe ich mich mit einer anderen Anja getroffen, die ganz in der Nähe wohnt. Wir waren in einem Pub, war ziemlich lustig :-) Wir wurden von dem ein oder anderen angequatscht und uns wurde sogar Bier ausgegeben. Mit Anja verstehe ich mich richtig gut! Wir machen diesen Samstag einen Dinnerabend mit Übernachtung bei ihr zu Hause und es kommen noch andere Mädels.

Letztes Wochenende hingegen war ziemlich faul…Ich habe das erste Twilight-Buch fertig gelesen und sonntags waren Tina und ich bei Watsons Bay; von dort aus hat man einen tollen Blick über die Stadt und man kann leckere fish&chips essen und an der Küste entlanglaufen, wirklich zu empfehlen!

Die letzten drei Tage habe ich auf Donnerstag gefreut! Zahltag…Bin nämlich so was von pleite, ich kann nicht mal 1 $ in meinem wallet (Geldbeutel) zusammenkratzen. Heute gibt’s auch mehr als sonst, weil ich ja länger gearbeitet habe. Gleich gehe ich übrigens zum Frisör…Ziemlich teurer Schuppen, aber vielleicht können die mal was Schönes aus meinen Haaren machen, was mir auch gefällt…

Ein ganz doofer Nachteil, dass Holly zweimal am Tag schläft, ist meine Fresserei. Wenn ich alles erledigt habe oder es nichts zu erledigen gibt, denke ich ans Essen. Ein Buch anfangen zu lesen oder Fernsehen zu gucken, lohnt sich fast nicht für die meistens 40 Minuten. Kaugummikauen hilft auch nicht wirklich. Habe auch angefangen, Obst zu essen, aber davon kriegt ich immer Hunger.. Naja…

Anderes Thema: Direkt nach Perth war ich übrigens tatsächlich in Canberra, aber dazu mehr im nächsten Bericht. Meine nächste Tour Ende September ist endlich komplett gebucht:-) Ich freue mich schon total!

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PERTH

TAG 1

Abflug um 6:00 Uhr morgens in Sydney. Es ist so einfach, einen Flug zu buchen! Hat alles super geklappt. Das Flugzeug war alles andere als ausgebucht, die meisten Plätze waren frei, sodass ich eine ganze Reihe für mich hatte. Da habe ich mir natürlich die Frage gestellt, wie Virgin Blue ihre Airline finanzieren kann…Die Antwort kam ein paar Minuten später: Man muss für alles bezahlen! Es gibt Fernseher für jeden Platz, den man aber nach 10 min. bezahlen muss, ansonsten geht der Monitor aus. Frühstück und alle Getränke kosten ebenso extra. Bei einer Flugzeit von 5:20 Std. (!) blieb mir nichts anderes übrig, als Wasser und ein ekliges Vegetarier-Matschepampe-Frühstück für teuer Geld zu kaufen.

In Perth angekommen, hat es natürlich geregnet. Ich habe den Shuttle-Bus in die Stadt genommen und habe meinen Bauch erst mal mit einem McDonald’s-Frühstück gefüllt. Check-In für das Hostel war 1:00 pm, d.h. ich musste 2 Stunden mit meinem Koffer warten. Mein Zimmer musste ich mit drei Frauen teilen, zwei von denen waren ziemlich komisch, aus Korea oder so, und mit der anderen aus Malaysia habe ich mich ganz gut verstanden. Das Hostel liegt direkt neben der Train Station, mehr muss ich nicht sagen…

Am ersten Tag konnte ich wegen des Wetters nicht allzu viel unternehmen. In einem kostenlosen Reiseführer war ein kleiner Stadtrundgang eingezeichnet, den ich dann teilweise abgelaufen bin.

Nach dem ersten Tag hatte ich einen schlechten Eindruck von der Stadt: Klein, langweilig, fast hässlich und die Leute sind sehr nervig.

TAG 2

7:45 Uhr, Abfahrt mit dem Tourbus in Richtung Norden. Vormittags ein kurzer Stop im Caversham Wildlife Park, wo ich zum ersten Mal Kangaroos und Koalas gesehen, gefüttert und gestreichelt habe – endlich :-) Die sind soo fluffig weich.. Danach Weiterfahrt zu den Pinnacles, das sind Kalksteinsäulen in einer Sandwüste. Lunch in der Nähe von den Pinnacles und Fahrt (vorbei an einem riesigen Regenbogen und an vielen toten Kangaroos am Straßenrand :-( ) nach Lancelin – famous for its Sand Dunes. Das sah aus wie Schnee und wir sind auf Brettern „runtergerodelt“ und mit einem 4WD-Wagen die Dünen hoch und runtergefahren. Es hat sich übrigens herausgestellt, dass die Frau aus Malaysia die gleiche Tour gebucht hatte, also haben wir die ganze Tour zusammen gemacht. Eine Schweizerin habe ich auch noch kennengelernt. War eine sehr schöne Tour, auch wenn man an den einzelnen Stationen ein bisschen mehr Zeit einplanen könnte.

TAG 3

Rottnest Island! Zum Glück hatte ich es einen Tag vorher noch geschafft, ein Ferry-Ticket zu buchen. Bei der Überfahrt waren Kommentare und interessante Geschichten über den Swan River, der eher wie ein See aussieht, inklusive. Kurz vor Rottnest dann die Überraschung: Da waren plötzlich ein paar Wale und Delfine! Whale-Watching vol. II würde ich sagen ;-)

Angekommen auf der beliebten Ferieninsel, habe ich mir ein Tagesticket für den Bus gekauft und bin erst mal um die ganze Insel gefahren. Das hat gerade mal 45 min. gedauert. Die meisten sind hier mit dem Fahrrad unterwegs, das war mir aber mit dem Wetter zu unsicher. Dann bin ich an der Station ausgestiegen, die mir am besten gefallen hat. Eine wunderschöne kleine einsame Bucht. Weißer Sand und glasklares Wasser (leider zu kalt, um zu baden)! Als ich zum nächsten Strand gelaufen kam mir das vor wie auf einer einsamen Insel, keine Menschenseele weit und breit. Der nächste Strand war größer und noch schöner. Weit draußen im Wasser konnte ich dann ein ganzes Rudel von Delfinen sehen. Ich bin weitergefahren zum Leuchtturm und habe mir die Insel von oben angeguckt. Die Quokkas, eine Mischung aus Ratte und Känguru, sind das „Wahrzeichen“ von Rottnest (=Rattennest). Ich hab mittags gedacht, ich sehe gar keine mehr, aber dann waren da zig kleine süße Quokkas unter den Bäumen und auf den Wegen. Einige ganz scheu, andere ließen sich sogar streicheln. An dem Tag sind mir immer wieder 2 deutsche Studentinnen begegnet und wir haben uns für nächsten Monat in Sydney verabredet, damit ich den beiden die Stadt zeigen kann.

Rottnest Island ist eine sehr schöne kleine Insel, die im Sommer bestimmt noch viel schöner ist. Der Tag dort hat sich wirklich gelohnt! Abends hat mich Michelle und ihre Tochter Ashlea vom Fremantle-Harbour abgeholt und wir haben meinen Koffer vom Hostel geschnappt und sind zu den beiden nach Hause gefahren. So ein typisches flaches Haus aus rotbraunem Backstein und mit Pool im Garten:-) Abends sind wir zu Freunden auf eine „Alkohol-Party“ gefahren! Das läuft dann so ab wie auf einer Tupperware-Party und man testet verschiedene Liqueurs und so weiter. Am Ende hat man ganz viele angetrunkene, laute Frauen in einem Raum…War sehr interessant, muss ich schon sagen ;-)

TAG 4

Am Sonntag sind wir alle zusammen nach Fremantle gefahren. Das ist eine kleinere Stadt südlich von Perth. Sehr schön! Mit vielen alten Gebäuden und Wochenendmärkten. Und eine „Grünen“-Veranstaltung im Park gab’s noch dazu, so von wegen Stop Global Warming! etc. Die Musik war ganz ok.. Wir haben ein Tour durch das alte Gefängnis mitgemacht und uns abends den Sonnenuntergang am Strand angeguckt :-) Der Tag war wirklich schön!

TAG 5

Vervollständigung meiner Stadttour durch Perth. Dieses Mal hat es mir viel besser gefallen. Das Western Australian Museum ist ziemlich klein und etwas langweilig, aber ich war da! Und The Perth Mint stand auch auf dem Programm. Dort konnte ich zugucken, wie flüssiges Gold in Form gegossen wird. Den berühmten Kings Park habe ich mir (teilweise) auch noch angeguckt, von dem Hügel aus hat man einen tollen Blick über die Stadt!

TAG 6

Da Ashlea ein bisschen krank ist und heute nicht zur zu Schule gegangen ist und ich genug von der Stadt gesehen habe, sind wir alle zusammen zur Chocolate Factory gefahren. Dort kann man zusehen, wie die ihre handgemachten Trüffel machen und viel Schokolade kaufen. Danach war ich kurz in einem großen Einkaufscentre shoppen und heute Abend gehen wir Chinesisch essen und gucken uns Perth bei Nacht von der anderen Seite des Flusses an.

TAG 7, morgen

Fahr ich noch mal kurz in die Stadt, da die eine kleine Einkaufsstraße das letzte Mal schon zu hatte und ich da ein schönes T-Shirt mit „Perth“ drauf gesehen habe. Nachmittags geht dann mein Flieger zurück „nach Hause“.

Ich hatte eine wirklich schöne Woche hier (auch wenn Perth nur mittelmäßig ist und ich die Delfine doch nicht von Nahem gesehen habe). Trotzdem freue ich mich auf Sydney und vielleicht wartet am Wochenende schon die nächste kleinere Tour nach Canberra auf mich. Am Samstag sind hier die großen Wahlen, mal gucken, was dann in der Hauptstadt so los ist :-)

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Buckelwale & co.

Letzten Samstag ist nicht viel passiert, ich habe mich mit Tina getroffen und wir sind ein bisschen in der Stadt herumgelaufen. Und wir haben endlich Tickets für die Whale-Watching-Tour für den nächsten Tag gekauft. Sonntag Morgen bin ich also um 6:30 Uhr aufgestanden, habe mich dick eingepackt und bin in die Stadt gefahren. Da an dem Tag ein großes Marathon-Ereignis (City Surf Race) stattfand, war der Zug gerammelt voll. Zum Glück sind alle Läufer und Zuschauer vor mir ausgestiegen… Bevor unsere Tour losging, haben wir uns ein bisschen die Zeit vertrieben und schöne Fotos in der Morgensonne geschossen.

Um ca. 9:00 Uhr ging es dann los mit unserem kleinen Bötchen :-) Raus aus dem Hafen, an der Küste entlang, vor uns das offene Meer – aber nach 2 Stunden noch kein Wal in Sicht. Ich war schon am Überlegen, wann wir unsere Whale-Guarantee einlösen. So langsam wurde es auch richtig kalt und so ganz hat mein Magen das nicht mehr mitmachen wollen. Schließlich hat sich dann doch ein Wal getraut, sich blicken zu lassen. Die waren sogar zu zweit unterwegs. Nachdem wir (und noch 3 oder 4 andere Boote) die beiden eine Weile verfolgt haben, sind wir noch weiter raus gefahren. Dort waren angeblich noch mehr. Zwischendurch haben wir zwei weitere gesehen und später noch ein paar. Leider ist keiner von denen aus dem Wasser gesprungen, aber 2-3 schöne Fotos sind dabei herausgekommen. Es war also alles in allem eine schöne Tour.

Am Samstag sind Steph’s Eltern gekommen. Sind wirklich nett und freundlich. Sie redet ziemlich viel! Aber sie macht leckeres Essen :-)

Morgen ist also Holly’s 1. Geburtstag! Heute Abend haben wir die letzten Geschenke zusammengebaut und eine Menge Luftballons aufgepustet (ok, ich hab mich davor gedrückt;-)). Wir gehen wahrscheinlich entweder in den Zoo oder besuchen das Sydney Aquarium. Und am Donnerstag geht’s schon los nach Perth! Die ersten zwei Tage verbringe ich in Perth Downtown, das Hostel ist schon gebucht und die restlichen Tage bei Clint’s Schwester Michelle. Von dort aus geht es zu den Pinnacles, nach Frematle und Rottnest Island und vielleicht doch noch zu den Delfinen. Ich weiß nicht, wie es dort mit meiner Internetverbindung aussieht, also bis in spätestens einer Woche!

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Ich muss jetzt schon sparen…

Meine Reisepläne sind jetzt endlich zusammengestellt und der erste Domestic Flight ist schon gebucht! Jeden Monat geht’s mindestens 1x auf große Tour :-) Hier erstmal ein kleiner Überblick:

August Perth und Umgebung
September mit dem Zug The Ghan von Adelaide nach Alice Springs; Uluru
Oktober (kostenloser!) Urlaub mit der Family in Port Macquarie, Ostküste
November Melbourne und die Great Ocean Road
Dezember über Weihnachten Urlaub bei den Eltern von Steph (Byron Bay, Ostküste); Silvester in Sydney!
Januar/Februar große Tour von Cairns über das Great Barrier Reef nach Brisbane

Ansonsten natürlich kleinere Wochenendausflüge in die Blue Mountains, nach Canberra, an die nördlichen Strände von Sydney und und und… Wenn man mal alles zusammenrechnet, wird das wirklich knapp mit meinem Taschengeld. Aber sowas macht man ja nicht alle Tage. Und wer viel sehen und erleben will…

In 9 Tagen geht schon mein Flug nach Perth, da die Eltern von Steph über Holly’s Birthday vorbeikommen und auf sie aufpassen können. Da die Schwester von Clint dort wohnt und ich sie schon kennengelernt habe, darf ich bei ihr übernachten. Der Flug dauert ewig, 5 Stunden! Mit Zeitverschiebung inklusive. Australien darf man echt nicht als Land sehen, sondern als Kontinent… 6 Tage bleibe ich in Perth, um mir die Stadt, die schönen Strände, die nahegelegene Insel Rottnest Island und die merkwürdigen Steinformationen The Pinnacles anzusehen. Delfine-Streicheln bzw. –Füttern fällt leider flach, weil die im Winter nicht regelmäßig kommen. Nächstes Mal in Down Under vielleicht ;-)

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I ♥ Sydney

9 Stunden laufen, eine mindestens 5 Kilo schwere Tasche in der Hand und eine weitere über der Schulter hängend…Ich konnte nicht mehr! Das ist das Resultat einer langen Tagestour durch Sydney. So eine schöne Stadt! Schöne Gebäude, schöner Hafen, viel Grün, viel Wasser, alles sauber, wow. Am besten gefallen mir die Stadtteile Darling Harbour und The Rocks. Und die große George Street kenne ich mittlerweile auswendig! Ich war also von 10-15 Uhr alleine unterwegs. Viel eingekauft habe ich eigentlich nicht, aber die besagte 5-Kilo-Tasche war so was von schwer und nervig. Dann war ja da noch meine Umhängetasche mit schwerer Kamera etc., die mir noch den Rest gegeben hat. Um 15 Uhr hab ich mich dann mit zwei anderen Au Pairs von AIFS getroffen. Wir sind auch noch mal ca. 4 Stunden umhergelaufen. Abends haben wir eine bestimmte Bar gesucht, die sich letztendlich am anderen Ende der Stadt befand. Schließlich dort angekommen hatte ich das Gefühl, nie wieder aufstehen, geschweige denn laufen zu können. Es sind noch mehr Au Pairs dazugekommen, mit denen ich nicht wirklich was anfangen kann…Die sind alle nur auf Party aus oder sind schlichtweg komisch…

Wenigstens verstehe ich mich mit Tina, mit der ich heute eigentlich Wale gucken wollte. Leider konnte sie kein Geld abheben und hatte kein Cash mehr, um die Tour zu bezahlen. Man muss nämlich eine Hotline von der Bank anrufen, damit die Karte überhaupt freigeschaltet wird. So ein Schwachsinn, warum machen die das nicht gleich in der Filiale, in der man sie augehändigt bekommt?! Ich habe mich dazu entschlossen, eine richtige Kreditkarte bei einer anderen Bank zu beantragen. Ohne Kreditkarte kommt man hier nicht weit und mit meiner deutschen ist ja immer die Frage, wie viele Gebühren abgebucht werden und wie der Wechselkurs ist.

Das Whale-Watching haben wir jedenfalls auf nächste Woche verschoben. Stattdessen bin ich mit der Family zum Bondi Beach gefahren. Eigentlich wollten wir nach Watsons Bay, von wo aus man einen traumhaften Blick auf die Stadt und den Hafen hat, aber da war es so voll und es gab keinen Parkplatz…Aber so war ich auch endlich mal in Bondi. Ein riesiger breiter Strand mit schönem weißen Sand… Das gefällt der Anja :-) Wir haben nur etwas gegessen und ich habe zum ersten Mal meine Füße in den Pazifischen Ozean gehalten (mehr ging nicht, weil das Wasser natürlich noch zu kalt ist). Trotzdem gibt’s ein paar abgefreakte Surfer, denen die Temperatur anscheinend egal ist.

Alles in allem bin ich positiv überrascht, wie toll Sydney ist! (Auch wenn man manchmal denkt, man sei in einer chinesischen Stadt; Sydneys China Town beschränkt sich nämlich nicht nur auf einen Stadtteil!) Was bin ich froh, dass bald der Frühling kommt und die Temperaturen dann auch stimmen. Und was bin ich froh, dass ich noch 6 ½ Monate hier verbringen kann!

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Mein Alltag für die nächsten 24 Wochen
  • 7:10 – Der Wecker klingelt.
  • 7:35 – Anja steht endlich auf…
  • 7:45 – Mein Arbeitstag beginnt. Entweder ist Holly schon wach und hatte ein Fläschchen oder sie schläft noch ein paar Minuten und bekommt später von mir eins. Die Eltern sind meist um 8:00 aus dem Haus.
  • Nach dem Aufwachen- Nappy-change (leider, leider Stoffwindeln).
  • Eine Stunde später – Frühstück (meistens Brei mit Früchten) und der Versuch, Holly zu füttern…klappt nur mit ausreichender Ablenkung, weil sie sonst immer alles selbst machen will; danach spielen
  • Ca. 11:00 – Erstes Nickerchen für 45-90 Minuten. Währenddessen wasche ich Holly’s Kleidung und/oder Nappys. Danach stinkt die ganze Bude erstmal…
  • Danach – Nappy, Mittagessen, spielen, rausgehen etc.
  • Ca. 15:30 – Zweites Nickerchen mit Fläschchen zum Einschlafen. Währenddessen spüle ich Fläschchen, Dummys etc., lege die Klamotten zusammen und ruhe mich etwas aus (, wenn sie bis dahin noch nicht aufgewacht ist).
  • Ab ca. 17:00 – Nappy und kleiner Snack für Holly (Kekse). Ich bereite das Abendessen vor, d.h. diverses Gemüse und Fleisch kleinschnippeln.
  • 18:00 – Mein Arbeitstag ist zu Ende. Steph und Clint kommen nach Hause, das Essen wird fertiggekocht und wir essen alle zusammen. Danach wird Holly gebadet und ich widme mich den Fernseher, meinem Netbook, einem Buch oder meinen Reisevorbereitungen für die nächsten Monate…

Das alles läuft 4x die Woche so ab, meistens Mo Di Mi und Fr. Die anderen 3 Tage verbringe ich in der Stadt, im Shoppingcenter oder sonst irgendwo auf dem 5. Kontinent.

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Au Pair and the City

Die Verwandtschaft ist schließlich wieder komplett aus dem Haus und es wird nun ein bisschen ruhiger hier. Das “alte” Au Pair Doris fliegt morgen nach Hause. Sie hat mir noch viele, viele Sachen gezeigt, z.B. wie ich in die Stadt komme, wo ich Telefonkarten besorgen kann, welche Locations ganz gut zum Shoppen/Essen/Ausgehen sind uvm. Total nett von ihr! Schade, dass sie morgen schon fliegt. Hier ist deswegen eine ziemlich traurige Abschiedsstimmung. Selbst ich fühle mit ihr, als ob ich auch morgen fliegen würde…Aber nein, Anja, du bleibst noch ein paar Tage länger hier! Ihre Au Pair-Freundin fliegt auch bald. Sie wohnte hier in der Nähe und wird nun auch „abgelöst“. Wir vier sind letztens alle zusammen abends in die Stadt gefahren und haben etwas gegessen. Die „Neue“ hat aber anscheinend etwas andere Interessen als ich und außerdem wird sie wohl bald wieder nach Hause fahren, da ihre Gastfamilie wohl ziemlich anstrengend ist…schade…

Stattdessen treffe ich mich mit Tina nächste Woche, sie ist in meiner Gruppe von der Organisation gewesen. Wir wagen eine Bootstour mit Whale-Watching, da ja zurzeit viele große Wale unterwegs sind, von der Antarktis zum Great Barrier Reef und zurück.

Es ist etwas nervig, mit Bus und Bahn in die Stadt zu fahren, also habe ich mir überlegt, mir einen Roller zuzulegen (,um ihn später wieder zu verkaufen). Da Roller hier leider nicht wirklich verbreitet sind, ist es schwierig, billige zu finden. Ich habe ein Angebot gefunden mit dem Roller, den ich in DE auch habe. Mal gucken… Denn Gastmutter Steph hat heute ihr neues großes Auto bekommen und ich habe ziemlich Angst, mit dem zu fahren! Wenn da was passiert, Horror!

Doris und ich haben uns gestern mal zusammengesetzt und ich habe mir eine Liste gemacht, wo ich überall hinwill bzw. was ich alles machen möchte. Eine lange Liste übrigens. Im Laufe der nächsten Woche setze ich mich mal mit der Familie zusammen, um zu besprechen, wann ich welche Tour mache. Exciting!!

Baby Holly ist gerade ziemlich erkältet. Aber sie sieht total süß aus mit ihren müden Augen. Am Montag bin ich das allererste Mal ganz alleine mit ihr. Bin ich gespannt, wie das wird! Hoffentlich ist sie bis dahin auch nicht mehr so krank with all the snot around her nose.

Zusammengefasst: mir geht es immer noch super und so langsam geht es richtig los!

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So, Welcome to Australia

Das dachte ich mir, als ich heute Abend die Spülmaschine geöffnet habe und ca. 5-6 erdnussgroße Käfer schnell ins Innere, Dunkle der Maschine huschten. Wie in einem Indiana Jones-Film, alle Käfer krabbeln weg. Ich hab gleich alle gerufen, von wegen könnt ihr mal gucken (in einer etwas panischeren Art natürlich). Und es war irgendwie komisch, denn in der Sekunde, in der alle da waren, um zu gucken, ist gerade der letzte Käfer zwischen Spülmaschine und Schrank verschwunden. Aber weit und breit keine Panik. Da holt man schnell mal ein Spray, sprüht alles ein bisschen ein und gut ist. Wie gesagt, ich dachte mir so, Welcome to Australia. Als ich das auch aussprechen wollte, waren die anderen schon wieder auf der Couch und unterhielten sich über ein anderes Thema. Nun denn…
Mir geht’s hier ansonsten soweit ganz gut! Heute war der erste „Arbeitstag“. Der beinhaltete auch schon „poo“ :-) Naja, jedenfalls glaube ich, dass ich mich schon gut eingelebt habe. Besser hätte ich es wohl nicht treffen können (bezogen auf die Familie)…Andere aus meiner Gruppe erzählen da ganz andere Sachen.
Das mit dem alles Verstehen ist so eine Sache, aber ich bilde mir ein, dass es jetzt schon besser geworden ist. Wenn ich anfange, auf Englisch zu denken, ist das eigentlich ein Zeichen, dass ich angekommen bin. Gestern oder heute habe ich damit angefangen. Und ich mache Fortschritte bezüglich des „yeah“ und „no“.
Wir haben heute darüber gesprochen, wie ich es am liebsten mit dem Reisen machen möchte und haben es jetzt so geregelt, dass ich 1x im Monat ein verlängertes Wochenende zum Verreisen bekomme (anstatt alles am Ende der 6 Monate abzuklappern). Bin ja mal gespannt, wohin es mich als erstes verschlägt :-) Wahrscheinlich werde ich aber erst einmal mit dem „alten“ Au Pair die Stadt erkunden (heißt: Strand und Shopping); sie kommt morgen. So let’s see…

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Ich friere!

Australien kennt keine Zentralheizungen…Heute war der 3. Tag und ich liege auf meinem neuen Kingsize-Bett. Die anderen Mädels werden morgen erst abgeholt, andere sind heute schon weitergereist. Und ich bin auch schon früher als geplant in der Gastfamilie. Der Gastvater und dessen Vater haben mich heute morgen abgeholt. Wir sind erstmal direkt zum Haus gefahren. Ziemlich groß! Danach gab’s eine kleine Hauseinführung. Oma und Tante von der Kleinen sind auch da. Danach sind noch die andere Tante + Cousine gekommen und abends kam die Gastmutter nach Hause. Das heißt also: full house! Es ist ein Sprung ins kalte Wasser…So viele Leute, die auf einen einreden…auf Englisch…Besonders schwierig zu verstehen ist der Grandfather mit seinem Australian Slang. Nach meinem ersten kleinen Kulturschock in der Shopping-Mall (wirklich alles gibt es hier in XXL zu kaufen) der nächste Kulturschock, das erste Essen. Ein weiches Brötchen mit (ziemlich trockenem) Hähnchen aus dem Ofen und Salat… und darunter Butter oder so etwas in der Art! Und es ging gleich weiter, als wir schon 8 ½ Leute im Haus waren, kamen noch Freunde auf ein Bier zu Besuch. Alle zusammen eine riesige Familie, irgendwie schwer zu beschreiben…Dann Abendessen vom vermutlich schlechtesten Chinesen ganz Australiens und ein gemeinsames DVD-Gucken.

Die Kleine ist total süß! Und auf dem ersten Blick ein ruhigeres Gemüt. Sie ist noch fleißig am laufen Lernen und fällt alle paar Schritte wieder hin :-) Ich freu mich jetzt schon ehrlich gesagt darauf, dass, sagen wir mal, 2-3 Monate vergangen sind und ich besser Englisch sprechen und verstehen kann und Routine in das Ganze gekommen ist. Alle sind total nett zu mir und ich hoffe, dass ich dann beim nächsten Besuch der ganzen Family in ein paar Monaten mehr als nur „yeah“ oder „no“ antworten kann. Mittlerweile friere ich auch schon nicht mehr, weil man hier Bettheizungen benutzt. Das ist toll:-)

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First days Down-Under

Heute ist der zweite Tag…und ich bin wesentlich wacher als gestern. Gestern Mittag bin ich ja nochmal losgetigert, um das AIFS-Büro zu suchen, wo die anderen schon vorher hingegangen sind. Gesucht…und nicht gefunden. Ich bin aber mindestens 3x daran vorbeigelaufen, weil es ziemlich versteckt bzw. unscheinbar ist. Als ich endlich da war, waren die anderen schon weg. Ich bin also zurück zum Hostel und von dort aus sind wir (alle zusammen) Richtung Hafen gelaufen. In Sydney (übrigens Sidni ausgesprochen) gibt es hunderte kleine Parks! Und alle sind voll mit Menschen, die Sport treiben, ihre Mittagspause verbringen oder einfach nur herumliegen und die Wintersonne genießen. In Deutschland geht man doch so selten einfach so in den Park. Wir also durch Parks und einen Garten, in dem ganz viele Fledermäuse an den Bäumen und Palmen hängen :-) Noch ein paar hundert Meter und da war es: das Opera House. Und direkt dahinter die Harbour Bridge in Sonnenuntergang-Kulisse. Blöd war nur der starke, kalte Wind. Generell fegt ein ziemlich starker Wind durch die Straßen von Sydney. Ansonsten geht es von der Temperatur her, heute hatten wir tagsüber 17°C, in der Sonne wird es sogar richtig warm und man kann im T-Shirt herumlaufen – im Winter! Jedenfalls haben wir uns dann in die Fähre gesetzt und sind im Hafen rumgeschippert. Da waren tolle Fotomotive dabei! Da die Sonne schon zwischen 5-6 pm untergeht, war es schon ziemlich dunkel, als der eine Teil unserer Gruppe das Abendessen besorgt hat. Nudeln mit Tomatensoße. Der andere Teil hat das Essen in der Küche des Hostels gekocht. Nach dem Essen sind wir dann ins Bett gegangen. Heute morgen mussten wir relativ früh aufstehen, da wir einen Einführungs-Workshop hatten. Generelle Informationen über Australien, das Leben als Au Pair und die vielen Reisemöglichkeiten. Ich würde am liebsten alles machen!! Von schnorcheln und tauchen an der Ostküste über outback-walking Mitten in Australien bis zum Delfinestreicheln an der Westküste. Momentan sollen riesige Wale hier in der Nähe und von Bondi Beach (ausgesprochen bondai) aus zu sehen sein. Da wollten wir eigentlich heute hin, aber dieser Workshop hat länger als geplant gedauert. Danach haben wir nämlich nur noch unsere SIM-Karten und Bankkarten bekommen (hat übrigens alles super geklappt) und sind essen gegangen. Jetzt (5.30 pm) sitzen wir wieder im Hostel und tippen fleißig eMails in unsere Laptops und Netbooks. Gerade eben habe ich meine Gastfamilie angerufen, um mich mal zu melden und habe gefragt, ob sie mich schon morgen abholen könnte (,weil es hier im Hostel nicht wirklich etwas gibt, was mich noch einen Tag länger hält). Mit den Mädels, mit denen ich mich gute verstehe, tausche ich noch Handynummern aus, vielleicht trifft man sich dann ja mal. Ja, und nun werde ich also morgen schon abgeholt! Bin total aufgeregt!!Bis dann…

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