TAG 1
Abflug um 6:00 Uhr morgens in Sydney. Es ist so einfach, einen Flug zu buchen! Hat alles super geklappt. Das Flugzeug war alles andere als ausgebucht, die meisten Plätze waren frei, sodass ich eine ganze Reihe für mich hatte. Da habe ich mir natürlich die Frage gestellt, wie Virgin Blu
e ihre Airline finanzieren kann…Die Antwort kam ein paar Minuten später: Man muss für alles bezahlen! Es gibt Fernseher für jeden Platz, den man aber nach 10 min. bezahlen muss, ansonsten geht der Monitor aus. Frühstück und alle Getränke kosten ebens
o extra. Bei einer Flugzeit von 5:20 Std. (!) blieb mir nichts anderes übrig, als Wasser und ein ekliges Vegetarier-Matschepampe-Frühstück für teuer Geld zu kaufen.
In Perth angekommen, hat es natürlich geregnet. Ich habe den Shuttle-Bus in die Stadt genommen und habe meinen Bauch erst mal mit einem McDonald’s-Frühstück gefüllt. Check-In für das Hostel war 1:00 pm, d.h. ich musste 2 Stunden mit meinem Koffer warten. Mein Zimmer musste ich m
it drei Frauen teilen, zwei von denen waren ziemlich komisch, aus Korea oder so, und mit der anderen aus Malaysia habe ich mich ganz gut verstanden. Das Hostel liegt direkt neben der Train Station, mehr muss ich nicht sagen…
Am ersten Tag konnte ich wegen des Wetters nicht allzu viel unternehmen. In einem kostenlosen Reiseführer war ein kleiner Stadtrundgang eingezeichnet, den ich dann teilweise abgelaufen bin.
Nach dem ersten Tag hatte ich einen schlechten Eindruck von der Stadt: Klein, langweilig, fast hässlich und die Leute sind sehr nervig.
TAG 2
7:45 Uhr, Abfahrt mit dem Tourbus in Richtung Norden. Vormittags ein kurzer Stop im Caversham Wildlife Park, wo ich zum ersten Mal Kangaroos und Koalas gesehen, gefüttert und gestreichelt habe – endlich
Die sind soo fluffig weich.. Danach Weiterfahrt zu den Pinnacles, das sind Kalksteinsäulen in einer Sandwüste. Lunch in der Nähe von den Pinnacles und Fahrt (vorbei an einem riesigen Regenbogen und an vielen toten Kangaroos am Straßenrand
) nach Lancelin – famous for its Sand Dunes. Das sah aus wie Schnee und wir sind auf Brettern „runtergerodelt“ und mit einem 4WD-Wagen die Dünen hoch und runtergefahren. Es hat sich übrigens herausgest
ellt, dass die Frau aus Malaysia die gleiche Tour gebucht hatte, also haben wir die ganze Tour zusammen gemacht. Eine Schweizerin habe ich auch noch kennengelernt. War eine sehr schöne Tour, auch wenn man an den einzelnen Stationen ein bisschen mehr Zeit einplanen könnte.
TAG 3
Rottnest Island! Zum Glück hatte ich es einen Tag vorher noch geschafft, ein Ferry-Ticket zu buchen. Bei der Überfahrt waren Kommentare und interessante Geschichten über den Swan River, der eher wie ein See aussieht, inklusive. Kurz vor Rottnest dann die Überraschung: Da waren plötzlich ein paar Wale und Delfine! Whale-Watching vol. II würde ich sagen

Angekommen auf der beliebten Ferieninsel, habe ich mir ein Tagesticket für den Bus gekauft und bin erst mal um die ganze Insel gefahren. Das hat gerade mal 45 min. gedauert. Die meisten sind hier mit dem Fahrrad unterwegs, das war mir aber mit dem Wetter zu unsicher. Dann bin ich an der Station ausgestiegen, die mir am besten gefallen hat. Eine wunderschöne kleine einsame Bucht. Weißer Sand und glasklares Wasser (leider zu kalt, um zu baden)! Als ich zum nächsten Strand gelaufen kam mir das vor wie auf einer einsamen Insel, keine Menschenseele weit und breit. Der nächste Strand war größer und noch schöner. Weit draußen im Wasser konnte ich dann ein ganzes Rudel
von Delfinen sehen. Ich bin weitergefahren zum Leuchtturm und habe mir die Insel von oben angeguckt. Die Quokkas, eine Mischung aus Ratte und Känguru, sind das „Wahrzeichen“ von Rottnest (=Rattennest). Ich hab mittags gedacht, ich sehe gar keine mehr, aber dann waren da zig kleine süße Quokkas unter den Bäumen und auf den Wegen. Einige ganz scheu, andere ließen sich sogar streicheln. An dem Tag sind mir immer wieder 2 deutsche Studentinnen begegnet und wir haben uns für nächsten Monat in Sydney verabredet, damit ich den beiden die Stadt zeigen kann.
Rottnest Island ist eine sehr schöne kleine Insel, die im Sommer bestimmt noch viel schöner ist. Der Tag dort hat sich wirklich gelohnt! Abends hat mich Michelle und ihre Tochter Ashlea vom Fremantle-Harbour abgeholt und wir haben meinen Koffer vom Hostel geschnappt und sind zu den beiden nach Hause gefahren. So ein typisches flaches Haus aus rotbraunem Backstein und mit Pool im Garten:-) Abends sind wir zu Freunden auf eine „Alkohol-Party“ gefahren! Das läuft dann so ab wie auf einer Tupperware-Party und man teste
t verschiedene Liqueurs und so weiter. Am Ende hat man ganz viele angetrunkene, laute Frauen in einem Raum…War sehr interessant, muss ich schon sagen
TAG 4
Am Sonntag sind wir alle zusammen nach Fremantle gefahren. Das ist eine kleinere Stadt südlich von Perth. Sehr schön! Mit vielen alten Gebäuden und Wochenendmärkten. Und eine „Grünen“-Veranstaltung im Park gab’s noch
dazu, so von wegen Stop Global Warming! etc. Die Musik war ganz ok.. Wir haben ein Tour durch das alte Gefängnis mitgemacht und uns abends den Sonnenuntergang am Strand angeguckt
Der Tag war wirklich schön!
TAG 5
Vervollständigung meiner Stadttour durch Perth. Dieses Mal hat es mir viel besser gefallen. Das Western Australian Museum ist ziemlich klein und etwas langweilig, aber ich war da! Und The Perth Mint stand auch auf dem
Programm. Dort konnte ich zugucken, wie flüssiges Gold in Form gegossen wird. Den berühmten Kings Park habe ich mir (teilweise) auch noch angeguckt, von dem Hügel aus hat man einen tollen Blick über die Stadt!
TAG 6
Da Ashlea ein bisschen krank ist und heute nicht zur zu Schule gegangen ist und ich genug von der Stadt gesehen habe, sind wir alle zusammen zur Chocolate Factory gefahren. Dort kann man zusehen, wie die ihre handgemachten Trüffel machen und viel Schokolade
kaufen. Danach war ich kurz in einem großen Einkaufscentre shoppen und heute Abend gehen wir Chinesisch essen und gucken uns Perth bei Nacht von der anderen Seite des Flusses an.
TAG 7, morgen
Fahr ich noch mal kurz in die Stadt, da die eine kleine Einkaufsstraße das letzte Mal schon zu hatte und ich da ein schönes T-Shirt mit „Perth“ drauf gesehen habe. Nachmittags geht dann mein Flieger zurück „nach Hause“.
Ich hatte eine wirklich schöne Woche hier (auch wenn Perth nur mittelmäßig ist und ich die Delfine doch nicht von Nahem gesehen habe). Trotzdem freue ich mich auf Sydney und vielleicht wartet am Wochenende schon die nächste kleinere Tour nach Canberra auf mich. Am Samstag sind hier die großen Wahlen, mal gucken, was dann in der Hauptstadt so los ist
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